Wadephul: „Hilfe bei Minenräumung der Hormus-Straße nur bei klaren Voraussetzungen“


Johann Wadephul spricht vor einem Gebäude in Mikrofone zahlreicher Medien.

Bundesaußenminister Johann Wadephul CDU (hier am Rande des Treffens der EU-Außenminister in Luxemburg) (Katharina Redanz/dpa)

Anschließend könne man über das Thema reden. Zudem brauche es völkerrechtliche Grundlagen sowie gemäß dem deutschen Recht etwa ein Mandat des Bundestags, betonte Wadephul. Ein solches stehe zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht bevor.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien hatten sich zuletzt bereit erklärt, eine Militärmission zur Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu unterstützen. Konkret war von einer rein defensiv ausgerichteten, unabhängigen Mission die Rede, um eine Minenräumung durchzuführen und Handelsschiffe zur Durchfahrt zu ermutigen. Die Bundeswehr bereitet sich seit Wochen darauf vor. Dazu wurden bereits das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ im östlichen Mittelmeer stationiert. Sie könnten laut Bundesverteidigungsministerium binnen sieben bis zehn Tagen vor Ort sein.

Die Straße von Hormus wird seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs vom Regime in Teheran blockiert. Das hat weltweit zu einem Anstieg der Preise unter anderem für Öl und Gas geführt. Die USA dringen darauf, dass die Meerenge in Kürze wieder vollständig freigegeben wird. Am Freitag wollen amerikanische und iranische Unterhändler eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnen.

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Diese Nachricht wurde am 16.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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