Iran-Abkommen: Friedensdeal mit offenen Fragen



Die USA und der Iran haben sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Irankriegs geeinigt. Es soll am 19. Juni in Genf unterzeichnet werden. Die Vereinbarung sieht vor, dass alle Militäroperationen sofort enden – auch im Libanon. Israel ist nach eigenen Angaben nicht an dem Abkommen beteiligt. Außerdem soll die US-Seeblockade iranischer Häfen aufgehoben werden. Die strategisch wichtige Straße von Hormus soll nach der Räumung von Minen wieder freigegeben werden. Offen bleibt aber vieles: In einer anschließenden 60-tägigen Phase soll weiter über das iranische Atomprogramm und den Abbau von US-Sanktionen verhandelt werden. Kritiker bemängeln, dass das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung verbündeter Milizen wie der Hisbollah nicht Teil der Gespräche sein sollen. Der internationale Korrespondent der ZEIT Jörg Lau
erklärt in der Folge, warum das Abkommen kritisiert wird und
wie sich das geopolitische Machtgefüge im Nahen Osten verändern könnte.

Auch die Partie der iranischen Nationalmannschaft in Los Angeles gegen Neuseeland wird von politischen Debatten begleitet. Die USA erteilen der iranischen Nationalmannschaft nur Tagesvisa, weshalb das Team aus Mexiko zum Spiel anreisen muss. Zudem forderte das iranische Regime von der Fifa, historische Löwe-und-Sonne-Flaggen aus der Schah-Zeit in den Stadien zu verbieten. Der Druck auf die Mannschaft ist enorm: Jedes Schweigen, jedes Mitsingen, jeder Blick wurde in der Vergangenheit politisch gedeutet, wie der ZEIT-Journalist Omid Rezaee schreibt. Im Podcast spricht er darüber, wofür das Nationalteam heute steht.

Laut dem neuen nationalen Bildungsbericht hängt Bildungserfolg in Deutschland weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. Bei Was jetzt? ordnet Martin Spiewak aus dem ZEIT-Bildungsressort die Ergebnisse ein – und erklärt, wo es trotz allem Fortschritte gibt.

Außerdem im Update: In der Nacht zu Montag wurden bei russischen Angriffen auf die Ukraine elf Menschen getötet. Dabei wurde auch das zum Unesco-Welterbe gehörende Höhlenkloster in Kyjiw schwer beschädigt.

Und sonst so? Historischer DDR-Schnellzug rollt wieder.

Moderation und Produktion: Hanna Heim

Redaktion: Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Christina Felschen und Maximilian Renzikowski

Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.



Source link

Ähnliche Beiträge