Potsdamer Müllwerker fordern mehr Rücksicht im Straßenverkehr


Mehr Rücksicht im Straßenverkehr, bessere Mülltrennung – das wünschen sich die Mitarbeitenden der mehrheitlich kommunalen Stadtentsorgung Potsdam GmbH (Step) zum Internationalen Tag der Müllabfuhr am 17. Juni. Die Landeshauptstadt schließt sich dem ausdrücklich an, wie aus einer aktuellen Pressemitteilung des Rathauses hervorgeht.

Rund 150 Beschäftigte mit etwa 70 Fahrzeugen kümmern sich demnach täglich um die Entsorgung von knapp 96.000 Tonnen Abfall pro Jahr. „Ihre Arbeit beginnt oft früh am Morgen und findet meist abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit statt – für das Leben in der Stadt ist sie jedoch unverzichtbar“, lobt die Stadtverwaltung.

Doch immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen. Autofahrende hätten haltende Müllfahrzeuge über Radstreifen oder sogar Gehwegen umfahren – mit teils drastischen Folgen: Einzelne Touren mussten abgebrochen werden, nachdem Mitarbeitende nach Beinahe-Unfällen unter Schock standen, hatte das Rathaus bereits im April gewarnt.

Müllwerker Marcel König, seit 2000 bei der Step, schilderte nun erneut: „Die Autofahrer müssen uns nicht mit Tempo 50 überholen, wenn wir stellenweise zum Beispiel auch Tonnen im fließenden Verkehr laden müssen.“

Heiko Grützmacher, seit 1995 Step-Kraftfahrer, ergänzte: „Wir haben das so oft, dass Sperrmüll in den Müllbuchten abgestellt wird, sodass wir die Behälter nicht herausziehen können.“ Die Bürgerinnen und Bürger sollten die Möglichkeit nutzen, ihren Sperrmüll kostenlos anzumelden, hieß es.

Auch die Mülltrennung bereitet Sorgen: Erst kürzlich fanden Mitarbeitende laut Rathaus eine große Lithium-Batterie im Restabfall – ein potenzielles Brandrisiko. Batterien und Elektrogeräte können im Handel oder auf den Wertstoffhöfen der Step abgegeben werden.



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