Mondlandung: Das ist die Crew für Artemis 3



Nach dem erfolgreichen Mondflug von Artemis 2 im April dieses Jahres bereitet die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA die Landung auf dem Erdtrabanten vor. Im kommenden Jahr soll dafür das Andockmanöver des Orion-Raumschiffs mit zwei Mondlandefähren erprobt werden. Vier Astronauten sollen dazu in die niedere Erdumlaufbahn starten. Am späten Dienstagnachmittag hat die NASA die Namen der vier Raumfahrer der Artemis-3-Mission bekannt gegeben.

Kommandant der Artemis-3-Mission wird demnach Randy Bresnik sein. Der 58 Jahre alte ehemalige Test- und Kampfpilot der US-Marines kann auf zwei Flüge zur Internationalen Raumstation ISS (2009 und 2017) und vier Außenbordeinsätze zurückblicken.

Ebenfalls zur Crew werden die beiden NASA-Astronauten Andre Douglas (40 Jahre) und Frank Rubio (50 Jahre) gehören. Beide haben die Funktion von Missionsspezialisten. Der Afroamerikaner Douglas war Mitglied der Reservebesatzung für die Artemis-2-Mission und wäre eingesprungen, falls ein Crewmitglied ausgefallen wäre. Rubio ist ehemaliger Hubschrauberpilot der United States Army und Arzt.

Rendezvous mit zwei Landefähren

Die Mannschaft komplettieren wird – und das ist eine Überraschung – der 49 Jahre alte Italiener und ESA-Astronaut Luca Parmitano. Er wird die Funktion des Piloten des Orion-Raumschiffs übernehmen. Parmitano, ehemaliger Testpilot, war bereits zweimal auf der Raumstation und unternahm mehrere Außenbordeinsätze. Bekanntheit erlangte er, als 2013 bei einem Weltraumspaziergang aufgrund eines defekten Fitter der Helm mit Wasser volllief und er den Außeneinsatz vorzeitig abbrechen musste.

Den genauen Starttermin von Artemis 3 hat die NASA noch nicht genannt.  Der Flug mit dem Orion-Raumschiff wird die vier Astronauten in den niederen Erdorbit führen, wo sie mehrere An- und Abdockmanöver mit zwei Mondlandefähren ausführen sollen. Die Mission soll laut NASA insgesamt zwei Wochen dauern.

Als Mondlandesysteme hat die NASA zwei Optionen vorgesehen: die Rakete Starship von SpaceX und eine Landefähre von Blue Origin. Während Starship bereits mehrere erfolgreiche Starts absolviert hat, steht der Jungfernflug des Landesystems von Blue Origin noch aus. Das Unternehmen hat mit Rückschlägen zu kämpfen. Zuletzt explodierte die Trägerrakete New Glenn an der Startrampe am Kennedy Space Center in Florida.

Verlaufen die Andockmanöver erfolgreich, könnten frühestens in zwei Jahren amerikanische Astronauten der Artemis-4-Mission auf dem Mond landen. Die Vision ist eine Mondbasis auf dem Südpol des Trabanten, die auch für Raketenstarts zum Mars genutzt werden soll. Die NASA steht mit ihren ambitionierten Plänen unter Druck, denn auch China will bis 2030 Taikonauten zum Mond schicken, ebenfalls an seinen Südpol. In den Kratern existiert Wassereis.



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