Drohnenangriffe auf St. Petersburg während Wirtschaftsforum
Ukraine greift Russland an:Drohnenangriffe auf St. Petersburg während Wirtschaftsforum
Die Ukraine hat Russland erneut massiv mit Drohnen angegriffen. Auch in St. Petersburg, wo das Wirtschaftsforum stattfindet, wurden Drohnen gemeldet.
Bereits am 3.6. haben ukrainische Kampfdrohnen die russische Stadt St. Petersburg angegriffen, in der derzeit das Wirtschaftsforum stattfindet. (Archivbild)
Quelle: AFP
Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben Streitkräfte der Ukraine die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen „Angriff durch militärische Drohnen“. Die Flugabwehr sei aktiv, es habe keine Schäden gegeben. Beglow berichtete auf Telegram von drei Verletzten, nannte jedoch keine Details.
Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch hatten sich nach dem Angriff auf ein Ölterminal schwarze Rauchwolken am blauen Himmel über der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, gebildet.
Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohner von St. Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen.
Alexander Beglow, Gouverneur St. Petersburg
Bei ukrainischen Drohnenangriffen wurden bereits kurz vor dem Start des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg Energie- und Militäranlagen getroffen.
03.06.2026 | 2:15 min
Das schrieb der Gouverneur bei Telegram und ergänzte: „Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen.“ Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am Morgen zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Gefahr.
Brände und Schäden in Teilen Russlands
Im Leningrader Gebiet um St. Petersburg (früher Leningrad) meldete Gouverneur Alexander Drosdenko ebenfalls Drohnenalarm. Die Flugabwehr habe 141 Drohnen abgeschossen. Demnach kam es zu Bränden. Auch im von der Kriegsmarine Russlands genutzten Ostseehafen von Kronstadt habe es Angriffe gegeben, hieß es.
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Russlands Präsident Putin in einem offenen Brief Friedensgespräche angeboten.
05.06.2026 | 1:28 min
Berichte über Drohnenschläge gab es zudem aus dem Gebiet Krasnodar im Süden sowie aus anderen Teilen Russlands. Auch der Hafen von Mariupol in dem von Moskau annektierten Gebiet Donezk in der Ukraine sei betroffen, hieß es. Nach Explosionen seien Öldepots in Brand geraten, berichteten Medien. In sozialen Netzwerken kursierten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbare Videos, auf denen große Feuer und Rauchwolken zu sehen waren.
Putin räumt Schaden für Wirtschaft ein
Die ukrainischen Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie und militärische Ziele waren mehrfach Thema bei dem Wirtschaftsforum, das heute ausklingt. Die Ukraine wehrt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit gut vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.
Die Äußerungen des russischen Präsidenten beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg werden in der Ukraine aufmerksam verfolgt. ZDF-Korrespondent Dara Hassanzadeh berichtet.
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Kremlchef Wladimir Putin räumte beim Forum am Freitagabend ein, dass es durch die Angriffe einen „gewissen Schaden“ für die Wirtschaft gebe. „Diese Attacken führen natürlich zu nichts Gutem“, sagte er.
Wichtig sei eine Stärkung der Flugabwehr; Risiken für die Wirtschaft Russlands gebe es aber nicht, meinte der Präsident. Das Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Treffen für Friedensverhandlungen lehnte er ab.
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Quelle: dpa
Über diese Thema berichtete heuteXpress am 06.06.2026 um 11:55 Uhr.
