Erweiterung – Politikwissenschaftler Džihić empfiehlt zunächst Aufnahme Montenegros in die Europäische Union


Bundeskanzler Friedrich Merz und der Präsident von Montenegro, Jakov Milatovic, geben zur Begrüßung die Hände.

Jakov Milatovic, Präsident von Montenegro, begrüßt Bundeskanzler Friedrich Merz zum EU-Westbalkan-Gipfel in Tivat. (picture alliance / Kay Nietfeld)

Džihić sagte im Deutschlandfunk, das Land habe große Anstrengungen unternommen und Fortschritte gemacht. Man könne Montenegro ohne schlechtes Gewissen aufnehmen. Da die Vorarbeiten in Brüssel bereits begonnen hätten, sei ein Beitritt im Jahr 2028 realistisch. Kritischer äußerte sich Džihić zur Aufnahme Albaniens. Dort habe man zwar ebenfalls wichtige Reformen umgesetzt. Allerdings regiere Premierminister Rama zunehmend autoritär und übe Druck auf zivilgesellschaftliche Akteure aus.

Beim gestrigen EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro hatten sich unter anderem Bundeskanzler Merz und der französische Präsident Macron für eine schnellere EU-Erweiterung stark gemacht. Zu den Beitrittskandidaten gehören auch Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Kosovo und Serbien. Die sechs Länder befinden sich in unterschiedlichen Stadien auf dem Weg zu einem EU-Beitritt. Am weitesten vorangeschritten sind Albanien und Montenegro.

Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



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