Zypern: Rechtsaußen-Partei laut Prognosen auf drittem Platz bei Wahl in Zypern



Erste Prognosen zu den Parlamentswahlen in Zypern sehen die ultranationalistische Partei Nationale Volksfront (ELAM) mit etwa elf Prozent als drittstärkste Kraft. Damit kann die Partei ihr Ergebnis gegenüber der Wahl 2021 nahezu verdoppeln. Damals war ELAM auf 6,8 Prozent gekommen.

Bei den Konservativen der Demokratischen Gesamtbewegung (DISY) und der linken AKEL-Partei zeichnet sich eine enge Entscheidung um den ersten Platz ab. Laut Prognosen auf Basis von Wählerbefragungen kommen die Konservativen auf etwa 22,5 bis 25,5 Prozent der Stimmen, die Linken erreichen demnach 21 bis 24 Prozent.

Auch die erstmals antretende Bewegung für direkte Demokratie eines YouTubers und politischen Quereinsteigers schafft laut den Prognosen mit rund sechs Prozent den Einzug ins Parlament. Mindestens vier weitere kleinere Parteien dürften ebenfalls ins Parlament einziehen.

Wohnungsnot und Migration als zentrale Themen im Wahlkampf

Die politische Macht liegt in Zypern beim direkt vom Volk gewählten Staatsoberhaupt. Seit 2023 regiert der konservative Präsident Nikos Christodoulidis. Das Parlament hat primär eine Kontrollfunktion und ist relevant bei der Verabschiedung von Gesetzen. 

Christodoulidis‘ Regierung wird aktuell von drei zentristischen Parteien getragen, von denen die beiden Großparteien, die konservative DISY und die linke AKEL, laut Prognosen Stimmen verloren haben. Die Abstimmung gilt als wichtiger Stimmungstest für die
Präsidentschaftswahl im Jahr 2028.

Der Wahlkampf in Zypern wurde neben der Teuerung stark von den Themen Wohnungsnot und Migration bestimmt. Die erstmals antretende Bewegung für direkte Demokratie setzte vor allem auf das Thema Korruptionsbekämpfung.



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