Zverev im Finale der French Open: Halbfinalerfolg gegen Mensik
Alexander Zverev steht im Finale der French Open.
Quelle: Julien De Rosa / AFP
Alexander Zverevs Traum vom ersten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier lebt weiter. Der Hamburger hat bei den French Open das Halbfinale gegen den 20 Jahre alten Tschechen Jakub Mensik 7:5, 6:2, 3:6, 6:3 gewonnen und trifft nun im Finale auf den Sieger des Halbfinal-Duells zwischen den Italienern Matteo Arnaldi und Flavio Cobolli, beide in der Weltrangliste hinter Zverev platziert: Arnaldi auf Rang 104, Cobolli auf 14.
Es ist Zverevs viertes Major-Finale: Schon vor zwei Jahren hatte er in Paris vor dem Titelgewinn gestanden, das Endspiel aber in fünf Sätzen gegen den Spanier Carlos Alcaraz verloren. 2020 unterlag er bei den US Open im Finale gegen Dominic Thiem, 2025 bei den Australian Open gegen Jannik Sinner.
Mensik holt nach 0:2-Rückstand auf
Zverev war zwar der dominantere Spieler mit den härteren Grundschlägen, doch auch er brauchte seinen starken ersten Aufschlag und etwas Glück, als er beim Stand von 3:4 drei Breakbälle gegen sich abwehrte.
Seine erste Chance auf ein Break nutzte er dagegen – passend zum Spiel nach einem Fehler von Mensik. Mit einem Ass machte der Deutsche dann den Satzgewinn perfekt. Damit schien die Gegenwehr von Mensik fast schon gebrochen.
Vor Alexander Zverevs Halbfinale gegen Jakub Mensik ist nach dem Aus aller Favoriten der Druck groß. Bruder Mischa im Interview aus Paris über die Erwartungshaltung.
04.06.2026 | 3:55 min
Becker-Lob für Zverev
Zverev holte sich im zweiten Durchgang ein schnelles Break zum 2:1 und feierte das mit der Faust. Mensik versuchte nun, die Ballwechsel abzukürzen, aber sein Gegner hatte fast immer eine passende Antwort parat. „Sascha zeigt jetzt sein ganzes Repertoire“, lobte Tennis-Idol Boris Becker bei „Eurosport“.
Zverev hatte im Turnierverlauf vier Stunden weniger auf dem Platz gestanden als sein Halbfinalgegner, der zudem mit Krämpfen zu kämpfen hatte – sogar in einer Pressekonferenz. Mensik agierte deutlich weniger druckvoll als noch bei seinem Viertelfinalsieg gegen João Fonseca, außerdem unterliefen ihm viele leichte Fehler.
Die Nervosität über das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere war ihm deutlich anzumerken – und der deutlich erfahrenere Zverev schlug daraus eiskalt Kapital.
Mensik kommt nach Pause stark zurück
Im dritten Satz brauchte der Tscheche eine medizinische Auszeit, in der er im Nacken- und Schulterbereich behandelt wurde. Mensik war danach besser im Spiel, nahm Zverev den Aufschlag zum 4:2 ab und schöpfte nach dem Gewinn des dritten Durchgangs neue Hoffnung.
Doch die nahm ihm Zverev mit dem Break zum 2:0 im vierten Satz schnell wieder. Nach rund drei Stunden beendete der Olympiasieger von 2021 die Partie mit seinem ersten Matchball.
Chwalinskas Lauf hält an: Finale
Maja Chwalinska setzt mit ihrem Finaleinzug einen Meilenstein. Sie gewinnt gegen Diana Shnaider 7:6 (7:4), 6:4 und erreicht als zweite Qualifikantin überhaupt ein Grand-Slam-Finale.
Quelle: dpa | Thibault Camus
Für Zverev war es das fünfte Halbfinale von Roland Garros in den vergangenen sechs Jahren. Gegner Mensik erreichte als jüngster tschechischer Spieler überhaupt in der Open Era die Vorschlussrunde bei einem Grand Slam.
Quelle: ZDF / /dpa / SID
