ZDF gibt Unterlassungserklärung gegenüber Elon Musk ab und streicht umstrittene Passage

DJV warnte vor Einschüchterungsversuchen
Der Deutsche Journalisten-Verband hatte das ZDF aufgerufen, sich von dem – Zitat – „Theaterdonner“ nicht beeinflussen zu lassen. Musk habe wie jeder das Recht, sich gegen journalistische Berichterstattung zu wehren, wenn sie fehlerhaft sei, teilte der DJV dem Deutschlandfunk mit. Das emotionale Feuerwerk, das er gleichzeitig abschieße, zeige nur, dass er auf kritische Berichterstattung mit Klagen reagiere. Offenbar wolle Musk in die Fußstapfen von US-Präsident Trump treten. Der DJV fügte hinzu, schlimm sei, dass Musk dabei Rückendeckung vom früheren BILD-Chefredakteur, Reichelt, bekomme.
Hintergrund waren die Krawalle in Belfast
Reichelt wirkt inzwischen für die vielfach als rechtspopulistisch kritisierte Internetplattform Nius. Er nannte das ZDF eine „Festung der Lügen“. Musk antwortete auf den Beitrag mit der Ankündigung seiner rechtlichen Schritte. Trump geht immer wieder rechtlich gegen ihm unliebsame Medien vor. Die britische Rundfunkanstalt BBC verklagte er zuletzt auf insgesamt zehn Milliarden US-Dollar. Auch gegen die „New York Times“ reichte Trump bereits mehrfach Klagen ein.
Brutaler Messerangriff eines Sudanesen
Den Protestaufrufen war der brutale Messerangriff eines Sudanesen vorausgegangen. Videoaufnahmen der Tat wurden mit der Einordnung verbreitet, der Angreifer habe versucht, sein Opfer zu enthaupten.
Diese Nachricht wurde am 16.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
