Wälder in Deutschland leiden unter Dürrefolgen
Hitze, Trockenheit und Schädlinge haben den deutschen Wäldern in den vergangenen Jahren zugesetzt. Der neue Waldzustandsbericht zeigt: Die Lage bleibt angespannt. Doch es gibt auch eine positive Entwicklung.
Den Wäldern in Deutschland geht es weiterhin schlecht. Das geht aus dem neuen Waldzustandsbericht hervor, den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) vorgestellt hat. Demnach ist jeder fünfte Baum gesund – vier von fünf Bäumen sind also nach wie vor krank. Rainer sprach von einer Stabilisierung im Jahr 2025 trotz ungünstiger Wetterbedingungen. Der Zustand der Bäume habe sich also auch nicht weiter verschlechtert.
Ein Indiz dafür, dass Bäume nicht gesund sind, ist die sogenannte Verlichtung der Baumkronen. Der Bericht zeigt, dass sichtbare Nadel- und Blattverluste der Baumkronen „weiterhin auf einem sehr hohen Niveau“ sind und sich im Vergleich zu 2024 kaum verändert haben.
Weniger neu abgestorbene Bäume
Laut des Landwirtschaftsministeriums ist die Zahl neu abgestorbener Bäume zuletzt zurückgegangen. Insgesamt hätten sich die Wälder aber bis heute nicht von den Dürrejahren zwischen 2018 und 2020 erholt.
Für die jährliche Erhebung wurden mehr als 46.000 Bäume untersucht. Betrachtet werden 38 Baumarten. Den größten Anteil machen Fichte, Kiefer, Buche und Eiche aus.
Fast ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt
Rainer erklärte, die Stabilisierung des Waldzustands sei auch ein Ergebnis des langjährigen Waldumbaus. Mischwälder mit Laub- und Nadelbäumen können dem Klimawandel besser trotzen als etwa reine Kiefernwälder.
Er betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Wälder. Sie stünden für „Arbeitsplätze, Handwerk, Wertschöpfung im ländlichen Raum – vom Sägewerk bis zum Schreinerbetrieb“, so Rainer. Der Wald müsse geschützt werden. „Und Wald schützen heißt Wald nutzen.“
