USA und Iran vor vorläufiger Einigung


US-Vizepräsident JD Vance spricht mit Reportern bei seiner Ankunft in der Air Force Two auf der Joint Base Andrews

US-Vizepräsident JD Vance betont, dass noch keine Einigung mit Iran erzielt sei, sieht aber Fortschritte.

Quelle: AFP


Die USA und Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden; es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance.

Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt. Das meldete die den Revolutionsgarden – Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle.

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28.05.2026 | 4:27 min


Medien berichten über mögliche Details einer Übereinkunft

Die „New York Times“ meldete unter Berufung auf drei mit den Gesprächen vertraute US-Beamte, dass man kurz vor einer Übereinkunft stehe. Diese könne die seit dem 8. April geltende Waffenruhe verlängern, zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen und den Weg für substanziellere Gespräche ebnen.

Das US-Nachrichtenportal „Axios“ hatte unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Unterhändler beider Seiten hätten sich bereits auf eine 60-tägige Absichtserklärung zur Verlängerung der Waffenruhe und zur Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm geeinigt. US-Präsident Donald Trump und die iranische Führung müssten dem allerdings noch zustimmen, hieß es. US-Vizepräsident Vance sagte:

Ich glaube, es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird.

JD Vance, US-Vizepräsident

Die Iraner schienen – zumindest Stand jetzt – in guter Absicht zu verhandeln. „Hoffentlich machen wir weiterhin Fortschritte“, fügte Vance hinzu.

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Die Benzinpreise in den USA erreichen neue Höchststände, die Beliebtheitswerte für den US-Präsidenten neue Tiefststände, sagt Elmar Theveßen in Washington. Trump brauche einen Iran-Deal.

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Offenbar Absichtserklärung zur Öffnung der Straße von Hormus

Laut „Axios“ wird die Absichtserklärung festlegen, dass die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder „uneingeschränkt“ und ohne Gebühren ermöglicht werde. Zudem würde Iran demnach innerhalb von 30 Tagen sämtliche Minen in der für den globalen Öl- und Flüssiggashandel wichtigen Meerenge räumen. Im Gegenzug werde die US-Seeblockade von iranischen Häfen aufgehoben.

Nach Kriegsbeginn am 28. Februar blockierte Iran die Durchfahrt durch die Meerenge und brachte den Schiffsverkehr damit weitgehend zum Erliegen. Als Folge schossen die Preise für Öl und Gas an den Energiemärkten nach oben. Die USA blockierten im Gegenzug iranische Häfen. „Axios“ zufolge soll ein weiterer Teil der Absichtserklärung sein, dass die USA einige Ausnahmen bei Sanktionen gegen Iran gewähren, damit das Land Öl frei verkaufen könne. Die Erlöse aus dem Ölexport sind eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Islamische Republik.

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Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 29.05.2026 ab 06:30 Uhr.



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