Trump macht Hoffnung auf Iran-Deal


Dieses Foto, aufgenommen im südlibanesischen Ort Marjayoun, zeigt Rauch, der am 11. Juni 2026 vom Ort eines israelischen Luftangriffs auf das Dorf Kfar Tibnit aufsteigt. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bei israelischen Luftangriffen auf den Süden des Landes am 10. Juni zwölf Menschen ums Leben gekommen seien, während der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Libanesen dazu aufforderte, sich dem Kampf Israels gegen die Hisbollah anzuschließen. Weder Israel noch die Hisbollah haben sich an den im April vereinbarten Waffenstillstand im Libanon gehalten, und der jüngste Krieg dauert trotz eines bedingten Waffenstillstandsabkommens an, das letzte Woche nach libanesisch-israelischen Gesprächen in Washington verkündet wurde.

Im Iran-Krieg ist es erneut zu heftigen Angriffen gekommen. Die zuvor von ihm selbst angekündigten harten Militärschläge gegen Iran hat US-Präsident Trump dagegen wieder abgesagt.

11.06.2026 | 1:48 min


US-Präsident Donald Trump hat erneut Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen USA und Iran geweckt und als Ort für eine mögliche Unterzeichnung Europa ins Spiel gebracht. Dokumente würden noch finalisiert, sagte Trump im Oval Office vor Reportern. Das sollte in den nächsten Tagen passieren. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben – „vielleicht in Europa“.

Einen genauen Ort oder ein Land nannte Trump nicht. Kurz darauf sagte er, vielleicht werde die Unterzeichnung schon am Wochenende vollzogen. Er werde mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprechen. Er selbst werde dann bei der Unterzeichnung nicht dabei sein können, aber Vize-Präsident JD Vance.

Ölpreis gibt nach Ankündigung nach

Trump sprach dabei von einer „Absichtserklärung“ (Memorandum of Understanding, MOU), auf die man sich einigen wolle. Eine solche Erklärung wird oft gewählt, wenn zwei Seiten etwas ernsthaft angehen wollen, ohne sich aber endgültig festzulegen. Das Rahmenabkommen umfasse unter anderem eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus sowie das Ende der US-Seeblockade.

Der Ölpreis gab nach Trumps Ankündigung deutlich nach. Zugleich stiegen die Aktienkurse kräftig an.

In der Nacht zum Donnerstag kam es zu erneuten Angriffen zwischen Iran und den USA.

In der Nacht zum Donnerstag ist der militärische Konflikt zwischen Iran und den USA erneut eskaliert. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtet.

11.06.2026 | 1:26 min


Verhaltene Signale aus Teheran

Von der iranischen Seite hieß es kurz darauf, es sei noch kein Text für eine Absichtserklärung gebilligt worden. Wenn aber die USA den von Iran gemachten Vorschlag akzeptieren würden, sei es wahrscheinlich, dass der Iran ebenfalls zustimme.

Trump dagegen sagte im Oval Office, er gehe davon aus, dass der neue oberste Anführer des Iran, Ayatollah Modschtaba Chamenei, die Vereinbarung persönlich abgesegnet habe: „So wie ich es verstehe, ist die Antwort ja.“

Sollte das Abkommen zustande kommen, wäre dies der bislang bedeutendste diplomatische Durchbruch zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Konflikts, der Tausende Menschenleben gekostet und die weltweiten Energiepreise stark in die Höhe getrieben hat. Allerdings hat Trump seit Mitte März wiederholt behauptet, dass ein Abkommen mit Iran kurz bevorstehe.

Der militärische Konflikt zwischen Iran und den USA ist nach schweren gegenseitigen Angriffen erneut eskaliert.

In der Nacht zum Donnerstag kam es zu erneuten Angriffen zwischen Iran und den USA. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtet.

11.06.2026 | 1:15 min


Gegenseitige Angriffe in den vergangenen Tagen

Passiert ist das aber nicht. Beide Seiten hatten sich in den vergangenen Tagen vielmehr mit Angriffen überzogen, was einen im April verkündeten Waffenstillstand belastete. Gleichwohl sagten iranische und westliche Insider am Donnerstag, dass die Bemühungen um ein vorläufiges Abkommen zur Einstellung der Feindseligkeiten intensiviert worden seien.

Trump feiert am Sonntag (14. Juni) in Washington seinen 80. Geburtstag. Danach will er zum G7-Gipfel nach Frankreich fliegen. Im französischen Kurort Évian am Genfer See kommt die Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte, zu der die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die Europäische Union gehören, vom 15. bis zum 17. Juni zusammen.

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Quelle: dpa, Reuters, AFP

Über dieses Thema berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa im heute journal update am 12.06.2026 ab 00:30 Uhr und in der ZDFheute Xpress am 11.06.2026 um 08:26 Uhr.



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