Trump empfängt König Charles in Washington


US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania empfangen König Charles III. und Königin Camilla im Green Room des Weißen Hauses in Washington.

Mit royalem Glanz soll König Charles kitten, was Trump mit Attacken auf Premier Starmer beschädigt hat – Großbritannien setzt auf weiche Macht statt Konfrontation.

27.04.2026 | 2:58 min


Trotz angespannter Beziehungen ist das britische Königspaar herzlich in Washington empfangen worden – an Tag zwei wird nun eine Rede von König Charles III. im Kongress erwartet. Außerdem steht neben weiterem Zeremoniell ein bilaterales Treffen zwischen Charles und US-Präsident Donald Trump an.

Bei dem Staatsbesuch geht es vor allem um die Frage, inwieweit der König die Wogen in den zuletzt angeknacksten amerikanisch-britischen Beziehungen glätten kann.

König Charles am Dienstag vor dem Kongress

Charles ist erst der zweite Monarch nach seiner Mutter Queen Elizabeth II., der vor dem Kongress sprechen wird. Anzunehmen ist, dass er dabei vor allem auf den anstehenden 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit eingehen und die amerikanisch-britischen Beziehungen der letzten Jahrzehnte in den Fokus nehmen wird.

Im Raum steht jedoch auch die Frage, inwieweit der König auf die zuletzt aufgetretenen Beziehungsprobleme Bezug nimmt.

Kapitol in Washington, D.C.

Unterschiedliche Positionen zum Irankrieg lassen die britischen Beziehungen zu den USA kriseln. Nun soll das Königspaar beim Staatsbesuch die Wogen glätten, z.B. bei Tee- und Gartenpartys.

27.04.2026 | 2:20 min


Herzlicher Empfang im Weißen Haus überdeckt politische Differenzen

Am Montag waren Charles und Königin Camilla bei strahlendem Sonnenschein am Weißen Haus empfangen worden. Trump und Charles tauschten sich gut gelaunt aus, posierten mit Melania Trump und Camilla für ein Foto. Ein harmonisches Bild, ehe es zum Tee nach drinnen ging.

Der US-Präsident, der als großer Fan der britischen Royals gilt, hatte zuletzt unter anderem wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg immer wieder gegen die britische Regierung gefeuert – vor allem gegen Premierminister Keir Starmer.

Downing Street setzt auf König als Vermittler

Im Regierungssitz Downing Street hofft man indes, dass der König das Verhältnis der Verbündeten wieder in eine positive Richtung lenken kann.

Für Charles ist Trump etwa auch wegen dessen offen geäußerten Wunsches, Kanada zum «51. Bundesstaat» machen zu wollen, ein schwieriger Partner. Der Monarch ist auch König von Kanada und damit das offizielle Staatsoberhaupt des Landes.

Der britische Premierminister Keir Starmer (rechts) spricht neben US-Präsident Donald Trump (links) zu Beginn einer Wirtschaftsveranstaltung.

Das Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien ist seit dem Iran-Krieg angespannt – Ein Grund scheint zu sein, dass Großbritannien den USA ihre militärischen Stützpunkte versagt hatte.

26.04.2026 | 2:08 min


Oval Office und Staatsbankett geplant

Neben seiner Rede erwarten den König heute auch eine Militärzeremonie und ein Gespräch mit Trump im Oval Office. Geplant ist zudem ein abendliches Bankett. Im Anschluss an die Militärzeremonie soll Trump zudem im Garten des Weißen Hauses eine Rede halten.

Im Laufe der Woche reist das Königspaar weiter nach New York. Dort wollen die Royals unter anderem Rettungskräfte und Angehörige von Opfern der Anschläge vom 11. September 2001 treffen. Letzte Station der USA-Reise ist Virginia, wo Charles und Camilla mit Vertretern der amerikanischen Ureinwohner zusammentreffen wollen.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete das heute journal am 27.04.2026 ab 21:45 Uhr.



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