Südafrika: Tote bei Angriff auf Armensiedlung nahe Johannesburg
In der Nähe von Johannesburg ist eine Armensiedlung angegriffen worden. Nach Angaben der Polizei überfielen mehr als zehn Täter nachts das Viertel – mindestens zwölf Menschen starben.
Schon wieder sind in Südafrika zahlreiche Menschen bei einem Angriff mit Schusswaffen getötet worden. Diesmal in Jumpers, einem Armenviertel im Großraum Johannesburg, nur wenige Kilometer östlich der Innenstadt.
Vermutlich mehr als zehn Täter
Laut Polizei stürmten die Täter kurz vor Mitternacht die Siedlung und schossen um sich. Dabei kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, darunter drei Frauen. Neun Opfer wurden mit zum Teil schweren Schussverletzungen in benachbarte Krankenhäuser gebracht.
Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass mehr als zehn Verdächtige von einem Minibus in der Nähe des Tatorts abgesetzt und nach dem Blutbad wurden. Die Ermittlungen laufen, von den Tätern fehlt allerdings jede Spur. Auch die Hintergründe des Verbrechens sind noch unklar.
Kampf um Schutzgeld und Drogen fordert immer wieder Tote
In Südafrika liefern sich kriminelle Gangs im Kampf um Territorien für Schutzgeld-Erpressung und Drogenhandel immer wieder blutige Machtkämpfe. Oft werden dabei auch Unbeteiligte getroffen. In der Nähe der betroffenen Siedlung soll illegal Bergbau betrieben werden.
Viele informelle Siedlungen am Rande von Großstädten wie Johannesburg oder Kapstadt leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und großer Armut. Die Regierung hatte zuletzt Soldaten in die gefährlichsten Brennpunkte des Landes geschickt, um die Polizei bei ihrem Kampf gegen die grassierende Bandenkriminalität zu unterstützen.

