Spandauer Schule berichtet von rassistischen Aufklebern und Spielplatz-Verletzungen


In Berlin-Spandau sollen Unbekannte rassistische Aufkleber auf einem Kinderspielplatz verteilt haben. Zudem sollen sich Kinder an Spielgeräten verletzt haben, die zuvor womöglich von Unbekannten gezielt manipuliert worden waren. Das teilte die evangelische Schule im Johannesstift am Mittwoch mit.

„Schülerinnen und Schüler der evangelischen Schule Spandau entdeckten am 30. April an Spielgeräten auf dem Gelände Aufkleber mit einer eindeutig rassistischen Aussage. Außerdem verletzen sich einige Kinder an Heftklammern, die an einem Klettergerüst angebracht worden waren – an einer Stelle, an der die Kinder Halt suchen mussten“, schreibt die Schule, die sich im Ortsteil Hakenfelde befindet. Über die Schwere der Verletzung wollte die Schule keine Angaben machen.

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Kinder und Jugendliche besuchen die evangelische Schule.

„Wir sind erschüttert über diesen Angriff auf einen Ort, an dem Kinder sicher spielen, lernen und miteinander leben sollen“, schreibt der Chef der evangelischen Schule, Paul Gohlke. Die Schule habe Anzeige erstattet. Die Polizei sei demnach vor Ort gewesen.

Bilder vom Johannesstift
Das Gelände des Johannesstifts im Norden von Berlin-Spandau.

© Dirk Laubner

Das Schulgelände liegt auf dem Privatgelände des Johannesstifts, ist aber offen zugänglich. Nach Schulschluss werde es auch öffentlich genutzt. „Nach derzeitigem Stand geht die Schule davon aus, dass die Aufkleber und Heftklammern im Zeitraum vom 29. auf den 30. April 2026 angebracht wurden und sich der mögliche Täterkreis daher nicht auf die Schulgemeinschaft beschränkt“, teilte das Johannesstift mit.

Schule und Johannesstift prüfen nun neue Sicherheitsmaßnahmen auf dem Privatgelände, „etwa die Installation eines Kamerasystems.“

Rassistische Botschaften, Einschüchterung und jede Form von Gewalt haben bei uns keinen Platz.

Schulleiter Gohlke

„Unsere Schule steht für ein christliches Menschenbild, für die Würde jedes einzelnen Menschen, für Respekt, Vielfalt, Nächstenliebe, Verantwortung und ein friedliches Miteinander. Rassistische Botschaften, Einschüchterung und jede Form von Gewalt haben bei uns keinen Platz“, so Schulleiter Paul Gohlke.

Die Evangelische Schule Spandau ist laut dem Johannesstift eine von 36 Schulen der evangelischen Schulstiftung mit mehr als 10.000 Schülerinnen und Schülern.

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