Sozialpartnerdialog im Kanzleramt: Kann ein Kompromiss gelingen?


Der Bundeskanzler lädt Arbeitgeber und Gewerkschaften ins Kanzleramt, um über Reformen zu sprechen. Es gibt viele Klagen und rote Linien, kann sich dennoch etwas bewegen?

Der Streit sitzt mitten in der Regierung: Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas
Der Streit sitzt mitten in der Regierung: Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas
© Odd Andersen/​AFP/​Getty Images

Zumindest in einem Punkt dürfte es Einigkeit geben, wenn an diesem Mittwochabend Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften zusammensitzen: Dem Land geht es wirtschaftlich miserabel. Im vergangenen Jahr wurden in der Industrie 124.000 Arbeitsplätze gestrichen. Die jüngste Meldung der Industrie: Auftragseinbruch, doppelt so stark wie erwartet. Die Wirtschaftswende? In weiter Ferne. Um zu klären, wie man aus dieser großen Krise herausfindet, hat Friedrich Merz (CDU) eine kleine Runde der entscheidenden Leute geladen. Von 19 Uhr bis 22 Uhr wollen der Kanzler und seine Koalitionäre Arbeitnehmern und Arbeitgebern zuhören. Das Ziel, so heißt es aus Regierungskreisen: Ein »Signal eines grundsätzlichen Konsenses zum Reformbedarf« senden und damit auch »in die Bevölkerung hineinwirken«. Man kann das auch als den Wunsch nach einem Schulterschluss mit den Sozialpartnern lesen, wenige Wochen bevor die angeschlagene Bundesregierung ihre Reformpakete vorstellen wird.



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