Russischer Angriff auf Kiew – Einsatz von Oreschnik-Raketen?


Explosionen in der Hauptstadt, vier Tote:Schwere Angriffe auf Kiew – waren es Oreschnik-Raketen?

Russland hat die Ukraine massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen, in und um Kiew starben vier Menschen. Offen bleibt, ob auch die gefürchtete „Oreschnik“-Rakete zum Einsatz kam.

Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus, das nach einem russischen Angriff in Kiew zerstört wurde.

Russland hat in der Nacht die Hauptstadt der Ukraine mit Drohnen und Raketen angegriffen. Mindestens vier Menschen wurden nach Behördenangaben getötet und 56 weitere verletzt.

24.05.2026 | 0:27 min


Kurz nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem schweren russischen Luftangriff ist Kiew von heftigem Beschuss erschüttert worden. Bei den massiven Angriffen mit Kampfdrohnen und Raketen sind in der ukrainischen Hauptstadt und der umliegenden Region laut Behörden mindestens vier Menschen getötet worden.

Es gab zudem mindestens 56 Verletzte, 30 von ihnen, darunter zwei Kinder, werden in Krankenhäusern behandelt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen bei Telegram mitteilte. Einsatzkräfte seien dabei, die Trümmer getroffener Wohnhäuser und Schäden zu beseitigen.

Das Öllager von Noworossijsk von schräg oben.

Die Ukraine hat in der russischen Stadt Noworossijsk am Schwarzen Meer mit einer Drohne ein Öllager angegriffen und in Brand gesetzt. Das teilten russische Behörden auf Telegram mit.

23.05.2026 | 0:23 min


Ukraine: Drohnen größtenteils unschädlich gemacht worden

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte setzte Russland 90 Raketen und Marschflugkörper sowie 600 Drohnen verschiedener Typen ein. Insgesamt seien 604 Ziele unschädlich gemacht worden, darunter 54 Raketen und Marschflugkörper und 549 Drohnen, teilte die Flugabwehr mit. Einschläge russischer Flugobjekte habe es aber an Dutzenden Stellen gegeben, hieß es.

Der Zivilschutz der Ukraine veröffentlichte Fotos und Videos von massiven Zerstörungen an ziviler Infrastruktur und von großen Bränden, die Einsatzkräfte löschten. Die ganze Nacht über und am Morgen hatte es Luftalarm und Berichte über Explosionen in verschiedenen Teilen der Hauptstadt gegeben. Auch die Umgebung Kiews und andere Regionen waren betroffen von den Angriffen.

Russland hatte diesen Schlag als Vergeltung angedroht nach dem ukrainischen Angriff auf eine Berufsschule in dem von Moskau besetzten Gebiet Luhansk. Dabei waren am Freitag nach russischen Angaben 21 Studentinnen und Studenten getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Kiew bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen.

Militärexperte Fabian Hoffmann. Im Hintergund ist eine Landkarte, auf der die Ukraine und Russland farbig markiert sind.

Wie konnte die Ukraine die Region um die russische Hauptstadt Moskau mit hunderten Drohnen angreifen? Und welche Folgen haben die ukrainischen Erfolge für den Krieg? ZDFheute live analysiert.

21.05.2026 | 35:52 min


Sorge vor Einsatz der Oreschnik-Rakete

Unklar war zunächst, ob Russland auch die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt hat. Ein Sprecher der Luftstreitkräfte berichtete ukrainischen Medien zufolge von einem solchen Angriff im Raum der Großstadt Bila Zerkwa im Kiewer Gebiet. Eine amtliche Mitteilung dazu gab es zunächst aber nicht – weder aus Kiew noch aus Moskau.

Staatschef Selenskyj hatte am Samstagabend erklärt, den ukrainischen Geheimdiensten lägen Daten unter anderem von Partnern in Europa und den USA vor, wonach Russland einen dritten Angriff mit seiner neuartigen Oreschnik-Rakete vorbereite. Auch die US-Botschaft in Kiew warnte, ihr vorliegenden Informationen zufolge könne „jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden“ ein „möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen“.

Die russische Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, die nach Angaben des Kreml eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3.000 bis 5.500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme „unmöglich“, die Rakete abzufangen.

Ukrainische Rettungskräfte arbeiten am Ort eines russischen Angriffs auf ein Wohngebäude in Kiew am 9. Januar 2026.

Bei russischen Angriffen sind in Kiew im Januar mehrere Menschen getötet worden. In Lwiw in der Westukraine setzte Russland nach eigenen Angaben eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete ein.

09.01.2026 | 0:26 min


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14.05.2026, Ukraine, Kiew: Rettungskräfte beseitigen die Trümmer eines Hauses, das nach einem russischen Angriff auf ein Wohnviertel schwer beschädigt wurde.

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Quelle: dpa, AFP

Über das Thema berichtet ZDF heute Xpress am 24.05.2026 in dem Beitrag „Schwere Angriffe auf Kiew“ in der Nacht um 09:14 Uhr.



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