Russischer Angriff: ARD-Studio Kiew massiv beschädigt
In eigener Sache
Eingestürzte Wände, geborstene Fenster: Das Kiewer ARD-Studio ist bei dem russischen Angriff teilweise zerstört worden. Studioleiter Golod sprach von einem „Schock“. Verletzt wurde niemand.
Bei dem schweren russischen Drohnen- und Raketenangriff auf die Ukraine ist auch das zentral gelegene ARD-Studio in Kiew massiv beschädigt worden. Es wurde wahrscheinlich durch eine Druckwelle in Teilen zerstört, die Fenster bersten und Wände einstürzen ließ. Während des Angriffs waren keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio.
Die statische Sicherheit des Gebäudes muss nun überprüft werden. Trotz der starken Schäden setzt das Team die Berichterstattung fort: Die Produktion und Live-Berichterstattung sollen mit mobilen technischen Lösungen und Ausweichmöglichkeiten gewährleistet werden.
„Riesigen Respekt vor unserem Team“
Studioleiter Vassili Golod: „Rausgerissene Fensterrahmen, überall Splitter, zerstörte Technik – den eigenen Arbeitsplatz völlig verwüstet zu sehen, ist ein Schock. Die russischen Luftangriffe sind seit Jahren massiv, rücksichtslos und Teil der brutalen Lebensrealität in der Ukraine. Die Folge sind Tausende getötete Zivilisten, zerstörte Krankenhäuser, Schulen und eben auch Redaktionsräume. Ich habe riesigen Respekt vor unserem Team, das sich von dieser Aggression nicht einschüchtern lässt und sich mit vollem Einsatz auf das fokussiert, was unsere Aufgabe ist: zu berichten, was ist.“
Das zentral gelegene ARD-Studio wurde bei den nächtlichen Angriffen teilweise zerstört.
Der WDR trägt die Verantwortung für das ARD-Studio. Intendantin Katrin Vernau: „Ich bin sehr erleichtert, dass unsere Mitarbeiter bei diesem Angriff nicht verletzt wurden. Aber dies zeigt erneut, unter welch gefährlichen Bedingungen unser Team in Kyjiw seit Jahren arbeitet. Die Kolleginnen und Kollegen kennen die Berichterstattung im Ausnahmezustand und werden auch jetzt alles tun, um in dieser schwierigen Situation über den russischen Angriffskrieg und die Hintergründe zu berichten, damit die Menschen in Deutschland die wichtigsten Informationen aus der Ukraine aus erster Hand bekommen. Ich habe großen Respekt vor dem Mut und der Leistung unseres Teams.“
