Rooftop-Day 2026 in Frankfurt: Diese Hochhäuser sind dabei


Ach, es ist ein Elend. Keine Olympischen Spiele in Frankfurt, niemals. Womöglich in Köln! Nicht zu fassen. Wie viele Interkontinentalverbindungen hat denn der sogenannte Flughafen dort? Wenn die Fußballer von der WM in Amerika wie erwartet als Weltmeister heimkommen, werden sie nicht auf dem Römerbalkon gefeiert wie einst. Sondern in Berlin! Doch was ist das zugige Brandenburger Tor gegen den gediegenen Römerbalkon? Und die deutsche Meisterschaft im Jahr 2027 für die Eintracht ist auch nicht so richtig in Sichtweite. Wahrscheinlich wieder München, nun ja. Aber eines kann uns niemand nehmen: Frankfurt ist die einzige dreidimensionale Stadt weit und breit. Die anderen haben Häuser. Doch Frankfurt hat Hochhäuser. Wolkenkratzer. Eine Skyline. Frankfurt ist ganz oben.

Die Frankfurter feiern ihre Dächer. An diesem Samstag sogar mit einem Rooftop-Day. Welch eine schöne Idee des Stadtmarketings und der Tourismus und Congress GmbH! Besucher können auf den Dachgarten des neuen Hochhauskomplexes Four, gleich neben dem Roßmarkt. Auf den Tower 185 unweit der Messe. Auf den Taunusturm im Bankenviertel. Auch auf niedrigere Dächer, auf das des schicken Hotels The Florentin zwischen der Kennedyallee und der Paul-Ehrlich-Straße zum Beispiel. Und auf den Balkon des Oberbürgermeisters, wo gemeinhin Mike Josef grübelt, wie er die nächste Woche die Stadt regieren soll.

Eine Stadt als Geschichtslandschaft

Bei der ersten Ausgabe der Veranstaltung im vergangenen Jahr nahmen Tausende die Möglichkeit wahr, aus luftiger Höhe auf Frankfurt zu schauen. Der Blick aus der Vogelperspektive macht manches klarer: Wie sehr auch eine moderne Metropole eine Geschichtslandschaft ist, weil sie sich an alten Handelswegen ausrichtet, der nach Westen strebenden Mainzer Landstraße etwa, und an uralter Stadtplanung, wie sie sich in den Wallanlagen bis heute spiegelt oder im Hauptbahnhof, der seit 1888 scheinbar ungerührt allem Wandel drum herum trotzt.

Vom Balkon des Kirchturms der Dreikönigskirche blickt man auf den Main und die Europäische Zentralbank.
Vom Balkon des Kirchturms der Dreikönigskirche blickt man auf den Main und die Europäische Zentralbank.Stefan Nieland

Man kann auch schauen, wie ideal Frankfurt in Mittelgebirge eingebettet ist, was einen erheblichen Teil seiner Lebensqualität ausmacht, wollen doch der Taunus, der Odenwald und all die anderen Höhenzüge an Sommerwochenenden erobert werden. Und wer ein bisschen Phantasie hat, kann von oben sogar in die Zukunft blicken. Zum Beispiel, wenn man auf das Bahnhofsviertel hinabschaut, das derzeit nur von oben, wo sich das Elend verliert, so wirkt, wie es sein sollte und ja vielleicht einmal wieder sein wird: ein wunderbares Gründerzeitviertel.

Es gibt Feste, die können nur die Frankfurter feiern. Das Museumsuferfest, das Hafenfest und neuerdings eben den Rooftop-Day. Wer ein bisschen Glück hat, kommt sogar auf den Balkon des Römers – dort, wo sich siegreiche Fußballer feiern lassen würden, wenn alles mit rechten Dingen zuginge. Frankfurt von oben: Man sollte es nicht verpassen.



Source link

Ähnliche Beiträge