Papst Leo XIV. ruft in Pfingstpredigt erneut zu Frieden auf
Frieden ist immer wieder Leitmotiv, seit Leo XIV. vergangenes Jahr Papst wurde – so auch jetzt an Pfingsten: Krieg werde nicht durch Supermächte gewonnen, sondern durch die Allmacht der Liebe besiegt, so der Pontifex.
Papst Leo XIV. hat anlässlich von Pfingsten erneut zu Frieden und Versöhnung in der Welt aufgerufen. Zum Abschluss seiner Predigt rief der Papst zu einem Friedensgebet auf, damit der Geist des auferstandenen Christus „uns vom Übel des Krieges befreit“. Krieg werde nicht durch eine Supermacht gewonnen, sondern durch die Allmacht der Liebe besiegt.
Das Oberhaupt der Katholischen Kirche warnte bei der Messe im Petersdom vor aktuellen Entwicklungen. „Wir sehen deutlich, dass es Veränderungen gibt, die die Welt nicht erneuern, sondern sie durch Irrtümer und Gewalt altern lassen.“
Pfingsten als Geburtsfest der Kirche
Auf dem Petersplatz rief der Papst zu Offenheit und Gastfreundlichkeit auf – „auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben“. Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile müssten überwunden werden und eine Welt müsse entstehen, in der unter allen Völkern Frieden herrsche.
Pfingsten ist für Christen das Fest des Heiligen Geistes. Es gilt als das Geburtsfest der Kirche und ist nach Ostern und Weihnachten das dritte große Fest im Kirchenjahr. Der Name geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (der Fünfzigste) zurück, weil das Fest etwa 50 Tage nach Ostern gefeiert wird.
Papst als Mahner der Mächtigen
Die Friedensbotschaft hat Leo XIV. seit seiner Papstwahl vor einem Jahr zu seinem Leitmotiv gemacht. Schon mit seinen ersten Worten an die Gläubigen auf dem Petersplatz rief er: „Friede sei mit Euch allen!“
Seitdem predigte er mehrmals Friedensappelle und kritisierte auch die Mächtigen der Welt. Dabei kam es unter anderem mit US-Präsident Donald Trump zu Verwerfungen.
