News zu Iran: Iran feuert Raketen auf Israel – Politik


Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Trump: Iranische Angriffe haben keine Folgen für Abkommen 

Israels Armee: Iran begeht mit Angriff „schweren Fehler“

Israelische Armee: Iran feuert Raketen in Richtung Israel

Israel: Ein Toter und fünf Verletzte bei mutmaßlichem Terroranschlag

USA erwägen Freigabe iranischer Vermögenswerte für Golf-Verbündete

Israels Militär greift Ziele in Iran an

Israels Luftwaffe hat Ziele im Westen und im Zentrum von Iran angegriffen. Das teilte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X mit. Weitere Details gab es zunächst nicht. Laut Angaben der iranischen Revolutionsgarden soll es Explosionen in drei Städten gegeben haben: Teheran, Tabris und Isfahan. Der Angriff folgte auf iranische Raketenangriffe auf Israel am Abend zuvor.

Am späten Sonntagabend hatten Staatsmedien der Islamischen Republik mehrere Raketensalven auf den Erzfeind gemeldet. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen.

Zuvor hatte Israel am Sonntag in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen – trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe. Die Armee habe in Beirut „Terroristen-Hauptquartiere“ als Reaktion auf vorherigen Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Die Hisbollah ist der wichtigste nichtstaatliche Verbündete Irans. Teheran hatte zuvor gewarnt, dass weitere israelische Angriffe auf den Großraum Beirut als neuer Eskalationsschritt in der regionalen Konfrontation gewertet würden.

Trump: Iranische Angriffe haben keine Folgen für Abkommen 

Trotz der jüngsten iranischen Angriffe auf Israel hält US-Präsident Donald Trump nach eigener Aussage an einer Verhandlungslösung mit Iran fest. „Das wird keinerlei Auswirkungen auf das Abkommen haben“, sagte Trump in einem Telefoninterview der britischen Financial Times. Der US-Präsident äußerte sich kurz nachdem Iran erneut Raketen auf den Erzfeind Israel abgefeuert hatte. Eigentlich gilt seit April eine Waffenruhe.

„Wir werden sehen, wie es ausgeht. Aber das waren Angriffe, die überhaupt nichts bewirkt haben“, sagte Trump demnach weiter. Zudem werde der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keine andere Wahl haben, als ein Abkommen zu akzeptieren, das die USA mit Iran aushandelten. „Er wird keine andere Wahl haben“, sagte Trump der Zeitung. „Ich habe das Sagen. Ich habe das alleinige Sagen. Er hat nicht das Sagen“, meinte der US-Präsident demnach mit Bezug auf Netanjahu.

Israels Armee: Iran begeht mit Angriff „schweren Fehler“

Die israelische Armee ist nach Angaben eines Militärsprechers nach dem iranischen Raketenangriff auf alle Szenarien vorbereitet. Das Militär sei „stark in der Verteidigung und im Angriff“, sagte Sprecher Effie Defrin in einer Video-Ansprache.

Der israelische Militärchef Ejal Zamir halte gegenwärtig Beratungen ab und billige „Pläne für das weitere Vorgehen“. Iran habe mit den neuen Raketenangriffen auf Israel einen „schweren Fehler begangen“, sagte der Sprecher.

Mit den Angriffen auf Israel als Reaktion auf den israelischen Angriff auf Hisbollah-Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut versuche Teheran, „eine neue Gleichung zu schaffen“. Israel werde dies nicht zulassen, sagte der Sprecher. Die Angriffe auf die mit Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz würden im ganzen Libanon fortgesetzt, kündigte er an. „Wir werden Angriffe auf israelische Bürger nicht zulassen.“ Israel sei auch auf neue Raketenangriffe aus Iran vorbereitet, sagte Defrin weiter.

Israelische Armee: Iran feuert Raketen in Richtung Israel

Iran hat erneut Raketen auf Israel gefeuert. Am späten Sonntagabend meldeten Staatsmedien der Islamischen Republik mehrere Raketensalven auf den Erzfeind. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen, gleichzeitig habe man weitere Raketenangriffe identifiziert. Die Luftabwehr sei im Einsatz.

Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 schlugen Raketentrümmer im Norden Israels ein, unter anderem nahe der Stadt Tiberias. Es gab zunächst keine Angaben zu Verletzten. Unterricht in allen Schulen Israels wurde laut dem Zivilschutz für Montag abgesagt. Der internationale Flughafen bei Tel Aviv blieb nach Medienberichten zunächst geöffnet.
Irans zentrales Militärkommando bestätigte die Raketenangriffe. 

In einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung begründeten die iranischen Streitkräfte die Attacke mit „wiederholten Verstößen“ der israelischen Armee gegen die Waffenruhe in Libanon. Teheran hatte Israel bereits mit Angriffen gedroht und will damit die schiitische Hisbollah-Miliz in Libanon unterstützen.

Klinik: Fünf Tote bei Angriff Israels im Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff im südlichen Gazastreifen sind nach Krankenhausangaben fünf Palästinenser getötet worden. 15 weitere Menschen hätten bei einem Angriff auf einen Polizei-Kontrollpunkt im Bereich der Stadt Chan Yunis Verletzungen erlitten, teilte das Nasser-Krankenhaus mit. Die Polizeikräfte im Gazastreifen werden von der islamistischen Hamas kontrolliert. Ein Sprecher der israelischen Armee teilte mit, man prüfe die Berichte über den Angriff.

Israel: Stützpunkte in Libanon angegriffen

Das israelische Militär hat nach Regierungsangaben „terroristische“ Stützpunkte in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt ​Beirut angegriffen. Die Angriffe auf die als Dahiyeh bekannte Hochburg der Hisbollah sei eine Reaktion ⁠auf den Beschuss israelischen Gebiets durch die Gruppe, teilten Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Videos zeigten dichte Rauchwolken in den eng bewohnten Vororten. Augenzeugen beschrieben schwere Zerstörungen an einem der Gebäude über mehrere Stockwerke. 

Israel: Ein Toter und fünf Verletzte bei mutmaßlichem Terroranschlag

Bei Schüssen aus einem fahrenden Auto heraus an ‌drei verschiedenen Orten nordöstlich von Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden, zwei davon schwer. 

Die Polizei teilte mit, es handele sich um einen Terroranschlag. Das Fahrzeug eines mutmaßlichen Täters sei sichergestellt und der Mann dabei erschossen worden. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen arabischen ⁠Israeli aus der nahegelegenen Stadt Taibe. Er ​habe eine Schusswaffe ​bei sich gehabt. Medienberichten zufolge sei zudem ein zweiter Verdächtiger getötet worden. 

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom fielen zuerst an einer Tankstelle bei Kochav Jair Schüsse. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Anschließend wurden aus zwei nahegelegenen Orten weitere Schussverletzte gemeldet. Ein 55-jähriger Reservesoldat wurde getötet, wie die Armee später mitteilte. Zahlreiche Polizeikräfte waren im Einsatz. Die Armee teilte mit, man habe „mit einer groß angelegten Suche nach weiteren Terroristen begonnen“. Die Anwohner von Tsur Yitzchak wurden aus Angst vor dem Eindringen eines Terroristen in den Ort aufgerufen, bis auf Weiteres in ihren Häusern zu bleiben.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hielt nach Angaben seines Büros wegen des Terrorverdachts eine Lagebesprechung ab. Die islamistische Terrororganisation Hamas lobte den Anschlag als „heldenhaft“, reklamierte ihn aber nicht für sich. Es handele sich um eine Reaktion auf fortwährende Angriffe Israels auf Palästinenser im Westjordanland, im Gazastreifen und in Jerusalem, hieß es in einer Mitteilung der Palästinenserorganisation. In den vergangenen Jahren war es in Israel immer wieder zu Anschlägen von Palästinensern gekommen. Der jüngste Vorfall ereignete sich in israelischen Ortschaften in Grenznähe zum besetzten Westjordanland. 

Raketen aus Libanon von Israels Raketenabwehr abgefangen

Der Norden Israels ist erneut von Libanon aus mit Raketen angegriffen worden. Die Raketenabwehr habe zwei Geschosse abgefangen, die auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien, teilte die Armee mit. Zuvor hatte es in den Ortschaften Jiftach und Ramot Naftali Raketenalarm gegeben. Es gab keine Berichte zu Verletzten. 

Newsdesk

USA erwägen Freigabe iranischer Vermögenswerte für Golf-Verbündete

Die USA wollen einem Insider zufolge Verbündeten am Golf iranische Vermögenswerte zur Verfügung stellen. Das Geld solle dabei helfen, Schäden zu reparieren, die Iran in den Ländern möglicherweise künftig noch anrichten werde, berichtet die Agentur Reuters. 

Zudem werde demnach erwogen, dieses Vorgehen auch für bereits entstandene Schäden anzuwenden. US-Finanzminister Scott Bessent habe ein Team beauftragt, die Kosten für Schäden zu bewerten, die den Golf-Verbündeten bereits durch Iran zugefügt wurden.

US-Militär schießt zwei iranische Drohnen ab

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Straße von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Die Drohnen hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren. 

Rund um den Persischen Golf kommt es trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Kriegsende wieder zu gegenseitigen Angriffen. Das US-Militär schoss nach eigenen Angaben iranische Drohnen ab und griff anschließend Radarstellungen im Bereich der Straße von Hormus an. Iran feuerte kurz darauf ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain. Nach Angaben aus Teheran waren US-Militärstützpunkte in den Golfstaaten Ziel des Angriffs. Dem US-Militär zufolge schlug der Angriff fehl, die meisten Raketen wurden von der Luftabwehr abgefangen.

Pakistans Innenminister reist als Vermittler nach Teheran 

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist nach erneuten Angriffen der USA und Irans nach Teheran gereist. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Sicherheits- und Diplomatenkreisen erfuhr. Ziel sei es, den Dialog zwischen Iran und den USA zu fördern. Nach Angaben des iranischen Staatssenders Irib sind Treffen mit Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi vorgesehen. Laut dem Sender soll Naqvi Anweisungen zu den indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA haben, die er der iranischen Führung übermitteln werde.

Zuvor hatte sich Naqvi mit dem iranischen Innenminister Eskandar Momeni in Kirgistan getroffen. In einer Stellungnahme im Anschluss an das Treffen Ende vergangener Woche hieß es, „beide Innenminister betonten die Notwendigkeit, die Bemühungen für einen nachhaltigen Frieden in der Region konsequent fortzusetzen“.

Iran warnt Nachbarn vor Nutzung ihres Territoriums für US-Angriffe

Iran hat seine Nachbarstaaten davor gewarnt, ihr Territorium für mögliche US‑Militäroperationen gegen die Islamische Republik zur Verfügung zu stellen. „Die Länder der Region sollten den Grundsatz guter Nachbarschaft beachten und ihr Territorium nicht für aggressive Handlungen gegen Iran nutzen“, erklärte das Außenministerium in Teheran. Hintergrund der scharfen Reaktion sind die US‑Angriffe vom Samstagmorgen auf Radaranlagen der Region Sirik und der Insel Gheschm im Süden des Landes. „Dieser Angriff war ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe vom April 2026 und eine militärische Aggression gegen die territoriale Integrität Irans“, teilte das Ministerium mit.

Iran forderte zudem den UN‑Sicherheitsrat dazu auf, auf die „offensichtliche Verletzung der Waffenruhe“ und die „illegalen Handlungen der USA“, die sowohl den regionalen als auch den internationalen Frieden gefährdeten, zu reagieren.

Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg in Nahost eigentlich eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen. Am Freitag fing das US-Militär nach eigenen Angaben mehrere iranische Raketen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain ab, die mit den USA verbündet sind. Zuvor hatte das US-Militär im Bereich der Straße von Hormus nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen abgewehrt und in Iran Radarstationen auf der Insel Gheschm und im Ort Goruk attackiert. 

US-Militär: Iran feuert Raketen auf Kuwait und Bahrain ab

Iran hat nach Angaben des US-Militärs sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert. Sechs Raketen seien abgefangen worden, die siebte habe ihr Ziel nicht erreicht, teilte das US-Militär mit.

Die iranische Revolutionsgarde erklärte, Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain seien Vergeltung für US-Attacken auf iranische Stellungen im Golf. Außerdem seien vier Öltanker beschossen worden, die versucht hätten, die Straße von Hormus ohne ihre Genehmigung zu passieren.

Unterdessen hat Kuwait in den USA Abwehrsysteme gegen Drohnenangriffe im Wert von rund zwei Milliarden Dollar gekauft. Das US-Außenministerium genehmigte den Verkauf, ein Liefertermin ist zunächst offen. Zuletzt traf am Mittwoch eine Drohne den internationalen Flughafen in Kuwait – dabei wurde mindestens eine Person getötet, Dutzende wurden verletzt. 

US-Militär greift Ziele in Iran an – Revolutionsgarde droht mit Schließung der Straße von Hormus

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben nahe der Straße von Hormus vier iranische Drohnen abgewehrt und anschließend Radarstationen in Iran angegriffen. Die Drohnen hätten eine Bedrohung für die Schifffahrt dargestellt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 

US-Streitkräfte griffen demnach Radarstellungen zur Küstenüberwachung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie im Ort Goruk an. Das Militär begründete die Angriffe damit, sich „gegen weitere Angriffe zu verteidigen“. Zuvor hatte CNN unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, US-Kampfflugzeuge hätten mindestens vier iranische Drohnen abgefangen. 

Die iranischen Revolutionsgarden drohen als Reaktion mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte und machten die USA für die Folgen verantwortlich, sollten deren „Machenschaften“ andauern. 

US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender NBC News, Iran verfüge weiterhin über „einige Raketen und Drohnen“. „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen“, sagte Trump – das sei „eine Menge“, aber nicht mehr so viel wie zu Beginn der Angriffe. Es ist unklar, ob Trump konkrete Zahlen zitierte oder bloß eine persönliche Schätzung abgab. 



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