Mutmaßliche chinesische Spione festgenommen


Flagge der Volksrepublik China vor der chinesichen Botschaft in Berlin

Flagge der Volksrepublik China vor der chinesichen Botschaft in Berlin (Symbolbild)

Quelle: dpa


Die Bundesanwaltschaft hat in München zwei mutmaßliche Spione festnehmen lassen. Das Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit soll für einen chinesischen Geheimdienst Kontakt zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen aufgenommen haben, wie der Generalbundesanwalt in einer Pressemitteilung erklärte.

Zeitgleich durchsuchten Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts Wohnungen und Arbeitsplätze der Beschuldigten in München. Weitere Maßnahmen fanden in verschiedenen Bundesländern statt. Sie richteten sich laut Bundesanwaltschaft gegen insgesamt zehn Personen, die derzeit als Zeugen gelten.

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Ehepaar soll Kontakt zu Wissenschaftlern angebahnt haben

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Ehepaar vor, für einen Geheimdienst in China wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie beschafft zu haben. Dafür sollen die Beschuldigten Kontakte zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgebaut haben. Betroffen gewesen seien insbesondere Fachbereiche wie Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik und Künstliche Intelligenz.

Den Ermittlern zufolge gaben sich die Beschuldigten teils als Dolmetscher oder Mitarbeiter eines Automobilherstellers aus. Wissenschaftler seien unter dem Vorwand nach China eingeladen worden, dort gegen Honorar Vorträge vor zivilem Publikum zu halten. Tatsächlich hätten diese Vorträge jedoch vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen stattgefunden.

Die Beschuldigten sollen noch heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

30.09.2025, Sachsen, Dresden: Der Hauptangeklagte Jian G. wird vor Prozessbeginn in den Gerichtssaal geführt.

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Quelle: AFP, Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft



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