Leider keine Zeit: Donald Trump und die Hochzeit seines Sohnes – Gesellschaft


Donald Trumps Terminkalender ist eine wahre Wundertüte, wenn man mal die lästigen Angelegenheiten beiseitelässt, die im weitesten Sinne in die Kategorie „Regierungsgeschäfte“ fallen. Am liebsten trifft sich der US-Präsident mit prominenten Kampfsportlern, Sponsoren für seine Ballsaalpläne und Golfklub-Buddys; kleinere Abstecher führen ihn außerdem in Fastfood-Lokale, wo er die Huldigungen der Maga-Gemeinde entgegennimmt. Ja, das ist alles schon sehr anstrengend, zumal Trump auch noch ständig zwischen seinen Wohnsitzen in Washington und Florida hin- und herfliegen muss, so ein Leben als Pendler fordert seinen Tribut.

Es ist also vollkommen verständlich, dass ein Mann wie er auch mal verhindert ist. Bei der Hochzeit seines Sohnes Donald Trump Jr., 48, mit Bettina Anderson, 39, einem Model aus Palm Beach, glänzte Donald Trump jedenfalls gerade durch Abwesenheit. Immerhin fand die „Wedding Shower“ ein paar Wochen zuvor, bei der sich die Braut von einer Entourage sehr schlanker Blondinen in einem Meer von Blumen feiern ließ, in Trumps Anwesen in Mar-a-Lago statt. Das Internetmagazin Daily Beast weiß zu berichten, dass den Gästen herzförmige Kekse serviert wurden, auf denen das Motto der Party mit Zuckerguss eingeschrieben war: „Love Trumps All“. Soll wohl heißen: Die Liebe übertrifft alles. Aber die Trump-Liebe ist noch mal ein Stück größer.

Nach den Feierlichkeiten in Palm Beach wollte das frisch vermählte Paar zuletzt noch ein bisschen auf den Bahamas chillen, für solche Zwecke gibt es ja Privatinseln. Aber von wegen Papa ante Bahamas, auch hier fehlte Donald Trump, der Senior. Auf seinem Nachrichtenportal Truth Social verwies er auf seinen Terminkalender: Er habe da „eine Sache namens Iran“ am Laufen. Ernsthaft, der US-Präsident ist wegen wichtiger Staatsaufgaben unabkömmlich?

Immerhin darf Dons zweite Ehefrau Bettina nun darauf hoffen, im Dunstkreis des mächtigen Clans ordentlich Karriere zu machen: Ihre direkte Vorgängerin Kimberly Guilfoyle, die kurzfristig mit Donald Trump Jr. verlobt war, dient heute als US-Botschafterin in Athen. Sie hat zwar keinerlei diplomatische Erfahrung, aber noch immer einen guten Draht ins Weiße Haus. Wer jetzt an den Film „Mamma Mia!“ denkt, an griechisches Hochzeitsgebimmel und amouröse Abenteuer im Mittelmeer, liegt nicht ganz falsch: Kimberly Guilfoyle war vor langer Zeit auch mal mit dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom verheiratet, der heute als möglicher demokratischer Präsidentschaftsbewerber für die Wahl 2028 gilt, und ihre Hochzeitsreise verbrachten die beiden 2004, Ironie der Geschichte, in Griechenland.

Bald wird Donald Trump übrigens wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens haben. Zu seinem 80. Geburtstag Mitte Juni hat er sich die Profischläger der Ultimate Fighting Championship ins Weiße Haus bestellt, die Käfige stehen schon bereit zum Showdown. Love Trumps All? Ja, klar, das wird ein Fest der Hiebe.



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