Kuba: US-Regierung verhängt Sanktionen gegen kubanischen Erdölkonzern
Die US-Regierung erhöht den wirtschaftlichen
Druck auf Kuba weiter. Für den staatlichen
Erdölkonzern Unión Cuba-Petróleo (Cupet) gelten nun Sanktionen, teilte US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag auf der Plattform X mit. Damit dürfen US-Bürger keinen Handel mehr mit dem Konzern treiben. Auch Personen
außerhalb der USA müssen laut Mitteilung mit Sanktionen rechnen, wenn sie Geschäfte mit Cupet abschließen.
Rubio teilte auf X seine Meinung über die Situation in Kuba. Demnach setze die kommunistische Führung
in Havanna Energie als Waffe ein, um das Volk kleinzuhalten und sich
selbst zu bereichern. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump werde
deshalb weiter gegen Kubas Regierung vorgehen und ihre Fähigkeit
untergraben, das eigene Volk zu unterdrücken, schrieb Rubio.
Präsident nennt Sanktionen »Aggressivität«
Erst vor einer Woche hatte das US-Finanzministerium Sanktionen
gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel und dessen Familienmitglieder verhängt. Zusätzlich wurden das kubanische Verteidigungsministerium, die Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR) sowie andere Organisationen sanktioniert. Trump hatte zudem immer wieder
eine mögliche »Übernahme« des wirtschaftlich angeschlagenen
Karibikstaats ins Spiel gebracht. Díaz-Canel hatte die Sanktionen verurteilt und sie als Zeichen der »Aggressivität und Perversion« der US-Regierung bezeichnet. Die Sanktionen hätten das Ziel, dem kubanischen Volk zu schaden.
Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus
Venezuela, nachdem Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte
Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat angeordnet hatte. Kubas rund zehn Millionen Einwohner sind aber auf Öl für die Stromversorgung angewiesen. Regelmäßig fällt wegen der Energieknappheit in dem Inselstaat weitflächig der Strom aus. Die US-Ölblockade hat die Lebensbedingungen der Kubanerinnen und Kubaner extrem erschwert.
