Kriegswaffen: Landminen verseuchen laut Uno mindestens 58 Länder und Gebiete



Mindestens 58 Staaten und Gebiete sind mit Landminen
verseucht. Das geht aus einem Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte hervor.
Es sei unerlässlich, »dass sich alle Staaten erneut dazu verpflichten, die
Produktion, den Einsatz und die Weitergabe dieser Waffen zu beenden und ihre
Zusammenarbeit bei der Räumung bereits verlegter Minen zu intensivieren«,
erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. 

Zuletzt waren Länder wie Polen, Finnland und die Ukraine aus dem internationalen Vertrag über das Verbot von Landminen ausgestiegen. Im Februar hatte Polen angekündigt, seine Ostgrenze mit Landminen schützen zu wollen.

Die Staaten mit den höchsten
Opferzahlen im Jahr 2024 waren dem Bericht zufolge Myanmar, Syrien und
Afghanistan, gefolgt von der Ukraine, Nigeria, Mali, dem Jemen und Burkina
Faso. Der
Bericht fasst unter anderem Studien zusammen, die die Art der Verletzungen
durch Minen bei Überlebenden beleuchten. Demnach ergeben sich drei Hauptkategorien: Bei Personen, die auf eine Mine getreten sind, müssen oft Beine oder Füße amputiert werden, Menschen in
unmittelbarer Nähe erleiden offene Wunden durch Teile einer explodierten Mine, und beim Umgang mit Minen treten Verletzungen der Hände
und Arme auf. Über alle drei Kategorien seien zudem
Augenverletzungen oder Erblindung sowie Hörverlust verbreitet.

Landminen töten und verletzten vor allem Zivilisten

Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2024 mindestens 945 Menschen durch Landminen und explosive Kriegsmunitionsreste getötet und 4.325 weitere Menschen verletzt. 90 Prozent von ihnen waren demnach Zivilisten.

In einer separaten Erklärung teilte die Internationale
Kampagne zur Ächtung von Landminen
(ICBL) mit, dass Minen und explosive
Kriegsmunitionsreste im Jahr 2025 mehr als 5.000 Menschen getötet oder verletzt
hätten; auch hier handelte es sich bei der überwiegenden Mehrheit um
Zivilisten.



Source link

Ähnliche Beiträge