Konzert in der Allianz Arena: So rocken die Foo Fighters gerade in München – München


Um punkt acht Uhr leuchten die Buchstaben „FF“ rot auf der Bühne auf und roter Rauch steigt sicht- und riechbar über die Allianz Arena. Dann dauert es nur noch ein paar Sekunden, bis der erste Akkord von „All My Life“ erklingt. Dem Song, mit dem die Foo Fighters nahezu obligatorisch ihre Konzerte beginnen. Zu den harten Gitarren brandet auch gleich lauter Jubel auf. Das Gastspiel der amerikanischen Alternativ-Rocker im Münchner Fußballstadion hat begonnen – bejubelt von den Fans neben und auf dem zugedeckten Rasen. Danach folgt mit „The Pretender“ gleich der nächste Hit. Die Zeichen stehen auf Angriff. „That’s how we do it“, sagt Sänger Dave Grohl. Und bald: „Do you love Rock’n’Roll Music?“. Dann folgt ein kleiner Jam-Part, bevor der Ex-Schlagzeuger und sein Band mit „Times Like These“ und „Rope“ in der Arena zwei weitere Klassiker hinterher schießen. Gefackelt wird also nicht lange.

Im Gepäck haben die Foo Fighters ansonsten ihr neues, inzwischen zwölftes Studioalbum „Your Favourite Toy“. Es ist zugleich das erste mit dem neuen Schlagzeuger Ilan Rubin, der von den Nine Inch Nails zu Dave Grohl & Co gewechselt ist. Und es ist das zweite ohne den Schlagzeuger Taylor Hawkins, dessen überraschender Tod im Jahr 2022 in einem Hotel in Bogotá ein schwerer Schlag für die Band war. Vor allem für Grohl, der damit einen langjährigen Freund und Seelenverwandten verlor. Kurz darauf ist auch die Mutter des Sängers verstorben. So direkt, frisch und angriffslustig, wie „Your Favourite Toy“ in großen Teilen klingt, wirkt es aber so, als wäre die Trauerphase weitestgehend vorbei. Und in der vollen Allianz Arena stellt sich da natürlich auch die Frage, was davon auf die Bühne überspringt.

Nun, an konkreten Songs zunächst mal nichts. Die Bühne gehört da ganz den alten Klassikern „All My Life“ und „The Pretender“. Für die „Oldschool Fans“, wie Grohl erklärt. Da geht die Band also erst mal auf Nummer sicher. Aber der Abend ist ja noch lang. Und er hat auch früh begonnen, mit der tollen japanischen Frauen-Punkband Otoboke Beaver. Und mit Inhaler, einer irischen Alternative-Rockband mit Elijah Hewson am Mikrofon. Der ist der Sohn von U2-Sänger Bono. Und tatsächlich erinnern Musik und Stimme immer mal wieder an U2. Dafür gibt es in der lauen Abendluft freundlichen Applaus. Der wirklich hitzige Teil des Abends, der steht mit den Foo Fighters noch bevor.

Der Artikel schildert die ersten Eindrücke vom laufenden Konzert der Foo Fighters in München. Eine ausführliche Kritik finden Sie am folgenden Tag auf www.sueddeutsche.de.



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