Iran-Liveblog: ++ Trump will neuen Verhandlungsvorschlag des Iran prüfen ++
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US-Präsident Donald Trump kündigt an, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen, er zeigte sich aber wenig optimistisch. Das israelische Militär fordert die Bewohner im Südlibanon auf, ihre Häuser zu verlassen.
US-Außenminister Marco Rubio plant offenbar eine Reise nach Rom, um nach den Konflikten der vergangenen Wochen mit dem Vatikan und mit Italiens Regierung zu sprechen. Dies berichtet die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag unter Berufung auf den US-Botschafter in Italien, Tilman Fertitta. Die Reise soll demnach nächste Woche stattfinden.
Die Beziehungen zwischen Washington und dem Vatikan, aber auch die mit der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni, waren zuletzt angespannt. Anlass waren verbale Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV., denen Meloni widersprochen hatte.
Israel hat einen Plan zum Kauf von zwei neuen Kampfstaffeln moderner F-35- und F-15IA-Kampfjets von Lockheed Martin und Boeing endgültig gebilligt. Die Anschaffung habe einen Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Die neuen Staffeln sollten ein Eckpfeiler der langfristigen Fähigkeiten des Militärs werden und Israels strategische Luftüberlegenheit sichern, so das Ministerium.
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Einsatz gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon ein Gebäude auf einem „religiösen“ Gelände beschädigt. Im Dorf Jarun eingesetzte Soldaten hätten bei der Zerstörung von „terroristischer Infrastruktur“ in der Gegend eines der Häuser in „einer religiösen Anlage“ beschädigt, erklärte Armeesprecher Avichay Adraee auf X.
Demnach feuerte die Hisbollah von dem Gelände aus mehrere Raketen auf israelisches Gebiet ab. Adraee zufolge gab es „keine sichtbaren Anzeichen dafür, dass es sich um ein religiöses Gebäude handelte“.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Ungeachtet einer scharfen Warnung durch den Generalstabschef hat die israelische Armee nach Medienberichten Schwierigkeiten, mutmaßliche Plünderungen durch Soldaten im Südlibanon zu stoppen. Die israelische Zeitung Jediot Achronot zitierte einen namentlich nicht genannten Reservisten, der berichtete, er habe mehrere Fälle von Plünderungen im Libanon erlebt. „Wir trafen an der Grenze viele Reserveeinheiten, sie nahmen einfach alles mit – Waffen, Souvenirs, Schmuck, Decken, Bilder“, berichtete der Soldat. In einem anderen Fall habe er aber erlebt, wie ein israelischer Kommandeur Soldaten daran gehindert habe, Raubgut nach Israel mitzunehmen.
Auch die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtete, Soldaten hätten private Häuser und Geschäfte im Libanon geplündert, deren Einwohner oder Besitzer vor den Kämpfen geflohen seien. Bereits im Gaza-Krieg hatte es ähnliche Berichte gegeben.
Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte vor knapp einer Woche in einer Ansprache vor ranghohen Militärs mögliche Plünderungen scharf verurteilt.
Das israelische Militär fordert die Bewohner im Südlibanon auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer in offenes Gelände zurückziehen. Das Militär erklärt, es führe Einsätze gegen die Hisbollah durch, nachdem diese gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen habe. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern oder -Einrichtungen aufhalte, könnte daher in Gefahr sein.
Der geplante Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland könnte laut Präsident Donald Trump noch umfangreicher ausfallen als angekündigt. „Wir werden die (Truppenstärke) stark reduzieren. Und wir reduzieren um weit mehr als 5.000″, sagte Trump in Florida. Am Vortag hatte das Pentagon angekündigt, innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate rund 5.000 Soldaten aus der Bundesrepublik abzuziehen. Mit dem Abzug von Truppen aus der Bundesrepublik hatte Trump erst zu Wochenbeginn gedroht. Hintergrund sind Spannungen mit Bundeskanzler Friedrich Merz, der Kritik am Krieg der USA und Israels gegen den Iran geäußert hatte.
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (…), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“, begründete er seine Prognose.
Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.
Die USA drohen Reedereien mit Sanktionen, sollten die Gebühren an Iran zahlen, um die Straße von Hormus zu durchqueren. Teheran befürchtet, dass der Krieg mit den USA wieder aufflammen könnte.
