Iran-Liveblog: ++ Briten warnen Handelsschiffe ++
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Großbritannien warnt vor einer weiterhin kritischen Sicherheitslage für Handelsschiffe in der Straße von Hormus. In Brüssel diskutieren heute die Euro-Finanzminister über die Konsequenzen aus der Seeblockade.
Laut der britischen Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) ist die maritime Sicherheitslage in der Straße von Hormus wegen der andauernden Militäroperationen weiterhin kritisch. Sie riet Handelsschiffen, die Region „mit Vorsicht“ zu durchqueren und sich über Seefunk mit den Behörden im Oman abzustimmen. Seeleute sollen eine Route durch omanische Hoheitsgewässer prüfen, wo die USA eine verstärkte Sicherheitszone eingerichtet haben.
Einem Medienbericht zufolge sieht der neue US-Einsatz in der Straße von Hormus nicht zwingend vor, dass US-Kriegsschiffe Handelsschiffe direkt eskortieren. Das berichtet der Reporter Barak Ravid vom US-Nachrichtenportal Axios auf der Plattform X.
Die Schiffe der US-Marine würden sich jedoch „in der Nähe“ aufhalten. Damit solle im Bedarfsfall verhindert werden, dass das iranische Militär Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Meerenge angreift.
US-Armee setzt laut dem US-Zentralkommando Centcom im Rahmen von „Projekt Freiheit“ Lenkwaffenzerstörer, über 100 Flugzeuge und etwa 15.000 Militärangehörige ein.
In Brüssel kommen heute die Finanzminister der Länder der Eurozone zusammen. Im sogenannten inklusiven Format mit den übrigen sechs EU-Ländern sollen zudem die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die europäische Wirtschaft erörtert werden. Die Finanzminister wollen dabei auch über mögliche Gegenmaßnahmen sprechen.
Nach Kriegsbeginn Ende Februar sind die Energiepreise weltweit gestiegen. Viele EU-Länder haben bereits Entlastungen für Verbraucher und Unternehmen auf die Wege gebracht. Die EU-Kommission machte eigene Vorschläge und erlaubt den Mitgliedstaaten zusätzliche Staatshilfen für Landwirtschaft und Industrie.
Das Minenjagdboot „Fulda“ der deutschen Marine soll am Mittag den Marinestützpunkt Kiel in Richtung Mittelmeer verlassen – für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Dafür bräuchte es aber ein Bundestagsmandat. Laut Verteidigungsministerium soll das Schiff mit der Verlegung näher am Einsatzort bereitgehalten werden.
In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Ein Tanker sei von „unbekannten Projektilen“ getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X mit.
Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend in der strategisch bedeutenden Meerenge, rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden.
Es war der zweite derartige Angriff innerhalb weniger Stunden.
Iran hat die USA vor Aktionen in der Straße von Hormus gewarnt. Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch „Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert“.
Laut US-Präsident Trump sollen die USA am Morgen mit der Befreiung von Schiffen in der Straße von Hormus beginnen. Iranische Medien berichten, dass die USA auf den 14-Punkte-Vorschlag des Iran geantwortet haben.
