Heftiges Erdbeben erschüttert die Philippinen


Ein schweres Erdbeben hat die südlichen Philippinen erschüttert und vorübergehend Tsunami-Warnungen in mehreren Ländern ausgelöst. Gebäude stürzten ein, Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Das Beben der Stärke 7,8 ereignete sich am Montagmorgen vor der Küste der Provinz Sarangani auf der Insel Mindanao, wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie mitteilte.

Philippinen General Santos 2026 | Trümmer und eingestürztes Gebäude
Massive Zerstörungen meldet die Stadt General Santos auf Mindanao Bild: GenSan DEV/Handout/REUTERS

Nach ersten Angaben der Behörden kamen mindestens 15 Menschen ums Leben. Mehr als 200 Menschen seien verletzt worden. Das Beben traf die Region um 7.37 Uhr (Ortszeit) am ersten Tag des neuen Schuljahres. An Schulen und Behörden fanden vielerorts gerade Flaggenzeremonien im Freien statt. 

Die Bewohner von Küstengebieten wurden aufgefordert, sich umgehend in höher gelegene Regionen zu begeben. Auch im benachbarten Indonesien gab es Tsunami-Warnungen. Japan warnte ebenfalls vor möglichen Flutwellen an Teilen seiner Pazifikküste.

Iran greift Israel ein weiteres Mal an 

Iran hat Israel wenige Stunden nach seinem ersten Angriff mit einer weiteren Salve von Raketen attackiert. Die Verteidigungssysteme in Israel seien „im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen“, erklärte die israelische Armee. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von Explosionen über Jerusalem. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte als Reaktion auf die ersten iranischen Raketenangriffe seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 8. April militärische Ziele in Iran angegriffen.

Israel Nordisrael 2026 | Fragment einer iranischen Rakete auf einem Bürgersteig, daneben ein Sicherheitsmann
Nordisrael: Fragment einer abgeschossenen Rakete aus Iran Bild: Rami Shlush/AP Photo/picture alliance

Das iranische Staatsfernsehen meldete Explosionen in der Hauptstadt Teheran sowie in den Städten Täbris und Isfahan. US-Präsident Donald Trump hatte Israel zuvor aufgefordert, von Vergeltungsmaßnahmen für den massiven Raketenbeschuss aus Iran abzusehen.

Später gab das israelische Militär zudem einen Raketenbeschuss aus dem Jemen bekannt. Dort ist die von Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz aktiv. Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drohte den USA und Israel derweil mit weiteren Angriffen. 

Iranische Justiz bestätigt Haftstrafe gegen Regisseur Panahi

Irans Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad mit, das Revolutionsgericht in Teheran habe den Einspruch gegen das Urteil abgelehnt. Panahi war im Dezember in Abwesenheit wegen „Propaganda gegen den Staat“ zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Zudem wurde er mit einem zweijährigen Reiseverbot belegt. Trotz drohender Haft kehrte der Filmemacher am 30. März in den Iran zurück.

Internationales Filmfestival Rom 2025 | Jafar Panahi mit Ehefrau Tahereh Saeedi und Tochter Solmaz Panahi bei der Premiere von "It Was Just an Accident"
Jafar Panahi mit Ehefrau Tahereh Saeedi und Tochter Solmaz Panahi bei der Premiere von „It Was Just an Accident“ beim Internationalen Filmfestival von Rom (22.10.2025)Bild: Anna Maria Tinghino/Geisler-Fotopress/picture alliance

Als zentralen Beweis führte das Gericht seinen heimlich gedrehten Film „It Was Just an Accident“ (Ein einfacher Unfall) an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes. Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker des islamischen Systems. Er saß auch schon mehrfach im Gefängnis.

OPEC+ beschließt Anhebung der Ölförderquote für Juli

Das Ölkartell OPEC+ hat nochmals eine Erhöhung seiner Förderziele beschlossen. Die sieben Kernmitglieder der Gruppe verständigten sich darauf, ihre Quoten ab Juli um rund 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, ‌wie ⁠sie in einer Erklärung mitteilten. Ein Barrel Rohöl sind 159 Liter. Es ist bereits die vierte Anhebung innerhalb von vier Monaten. Die Erhöhung diene „einer Stabilisierung des Ölmarktes“, hieß es in der Erklärung weiter. Die wichtigsten OPEC+-Mitglieder sind Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman.

Experten wiesen darauf hin, der Anstieg der Fördermenge spiele kaum eine Rolle, solange die Straße von Hormus weitgehend gesperrt bleibe. Es mangele auf dem Markt nicht an Ankündigungen von Förderquoten, sondern an tatsächlichen Barrel, die auch wirklich bewegt werden könnten, erklärte Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy.

Chinas Staatschef Xi zeigt Schulterschluss mit Nordkorea

Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Nordkorea eingetroffen. Xi folgt einer Einladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, wie der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV berichtete. Es ist die erste Reise des chinesischen Präsidenten nach Pjöngjang seit fast sieben Jahren. China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und unterstützt das international weitgehend isolierte Nachbarland diplomatisch, wirtschaftlich und politisch.

Wegen seines Raketen- und Atomprogramms wurden zahlreiche internationale Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Im September vergangenen Jahres waren Machthaber Kim und Russlands Präsident Wladimir Putin Ehrengäste bei einer Militärparade in Peking anlässlich des 80. Jahrestages der Kapitulation Japans am Ende des Zweiten Weltkriegs. 

Steinmeier nicht mehr gegen Olympia 2036 in Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht sich nun doch für Olympische Sommerspiele 2036 in Deutschland aus. In der Sendung „Bericht aus Berlin“ im Ersten Deutschen Fernsehen sagte der 70-Jährige, Deutschland habe „großartige Sportstätten“ und eine „sportbegeisterte Bevölkerung“. Anfang des Jahres hatte Steinmeier noch historische Bedenken geäußert: 1936, also genau 100 Jahre zuvor, war das nationalsozialistische Deutschland Ausrichter der Sommerspiele. Die Nazis missbrauchten die Spiele für ihre Propaganda. Diese Bedenken seien nicht verschwunden, hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Steinmeier sei aber überzeugt, dass alle Beteiligten verantwortungsvoll mit dem Datum ugehen würden.

Deutschland Berlin 2025 | Bundespräsident Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Archivbild) Bild: Maryam Majd/REUTERS

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßt die Unterstützung durch das Staatsoberhaupt. Am 26. September soll bei einer DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden entschieden werden, mit welcher deutschen Bewerbung es weitergeht. Im Rennen sind noch Berlin, München und Köln/Rhein-Ruhr. 

Alexander Zverev holt sich ersten Grand-Slam-Titel

Tennisprofi Alexander Zverev hat das Finale der French Open und damit den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich beim Sandplatz-Turnier in Paris gegen den Italiener Flavio Cobolli in fünf Sätzen durch.

2026 | Alexander Zverev mit einer großen Pokalschale in beiden Händen
Ein sichtlich gerührter Alexander Zverev nach seinem Finalsieg in Paris Bild: Michael Baucher/SIPA/picture alliance

Zverev gewann damit als erster Deutscher seit Boris Becker vor 30 Jahren wieder einen Grand-Slam-Titel. Becker hatte seinerzeit bei den Australian Open gesiegt. 

se/as/AL (dpa, afp, rtr, ap, sid) 

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.



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