Hauseinsturz in Görlitz: Tote Frau in Trümmern gefunden
Wettlauf mit der Zeit
Noch während der Bergungsarbeiten sei die Suche nach weiteren Vermissten fortgesetzt worden. Mehrere Personensuchhunde seien im Einsatz. An zwei Stellen hätten demnach die Hunde angeschlagen. Dort werde seit 4:30 Uhr gezielt gesucht. Dafür müsse grober Bauschutt – etwa Holzbalken und Bodenteile – entfernt werden. Außerdem werde mit den Händen gegraben. Allerdings schwindet mit jeder vergehenden Stunde die Hoffnung, dass sie lebend geborgen werden können.
Sie sind müde, sie sind schmutzig, sie wollen einfach nur noch nach Hause. Die Kollegen der Berufsfeuerwehr Görlitz sind jetzt abgelöst worden. Sie waren 24 Stunden im Dienst an der Einsatzstelle.
Nachdem die Einsatzkräfte 24 Stunden im Dienst gewesen seien, kam am Donnerstagmorgen die Ablösung, wie Weigelt sagte. Sie hätten zwar Pausen gemacht, seien aber die ganze Zeit vor Ort gewesen. Anja Weigelt von der Feuerwehr Görlitz sagte am Donnerstagmorgen MDR SACHSEN: „Wir versuchen aktuell große Bausteile mit schwerem Gerät von der Einsatzstelle zu entfernen, damit wir in dem Schutt besser arbeiten können.“
Aktuell werde gezielt an zwei Stellen im vorderen und im hinteren Bereich des Erdgeschosses nach den Vermissten gesucht. Trotz der geleerten Gasleitungen kann es der Sprecherin zufolge noch Hohlräume mit Gas geben.
Weitere Frau und ein Mann vermisst
Vermisst wird noch eine 26-jährige Frau aus Rumänien, die zusammen mit der Toten eine Ferienwohnung im Haus gemietet hatte. Außerdem wird ein 48-jähriger Mann vermisst, der sich beruflich in Görlitz aufgehalten hat. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass Verschüttete bis zu 72 Stunden unter solchen Trümmern überleben können.
Laut der Polizeisprecherin sinke die Wahrscheinlichkeit mit jeder Stunde, die Verschütteten lebend zu finden. Die Suche werde aber solange fortgeführt, bis die beide Menschen gefunden seien.
