Gewerkschaft der Polizei: Jede dritte Wache ist marode


Bundespolizisten stehen am Hauptbahnhof in München an einem Bahnsteig.

Stand: 26.05.2026 • 08:02 Uhr

Tropfende Decken und veraltete Gebäude: Die Gewerkschaft der Polizei berichtet von Frust über den Zustand der Dienststellen der Bundespolizei. Jede dritte Wache habe erhebliche Mängel.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klagt über eine große Zahl maroder Dienststellen bei der Bundespolizei und fordert dringend eine bessere Infrastruktur. „Man kann klar sagen, dass so gut wie jede dritte Dienststelle erhebliche Mängel hat oder marode ist“, sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der Rheinischen Post. Der Zustand vieler Gebäude und Wachen sei „nicht mehr hinnehmbar“.

Frust wegen überalteter Gebäude

Es fehlten Büros, Unterkünfte oder Parkflächen für die Beschäftigten, monierte Roßkopf. „Es kann nicht sein, dass in Deutschland über moderne Sicherheitsarchitektur gesprochen wird, während Polizeibeschäftigte gleichzeitig mit Eimern unter tropfenden Decken stehen oder in völlig überalterten Gebäuden Dienst verrichten müssen.“ Sanierungen würden immer wieder verschoben, dies sorge für Frust bei den Beschäftigten.

Die GdP fordere daher Geld für Sanierungen, Neubauten und bessere Unterkünfte. Das sei „keine Luxusforderung, sondern eine Frage von Respekt, Motivation und letztlich auch öffentlicher Sicherheit“, sagte Roßkopf. Dazu fehlten zeitgemäße Sozialräume und Umkleiden. Auch die Infrastruktur funktioniere häufig nicht. In dieser Woche will die Gewerkschaft der Polizei demnach eine Kampagne starten, bei der sie mehr Geld von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) für Sanierung und Neubau fordern will.



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