Format – Polens Ministerpräsident Tusk äußert Kritik an Beratungen zur Ukraine ohne sein Land

Er kritisierte, dass die Gespräche zuletzt im sogenannten E3-Format stattfanden, also zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Tusk teilte mit, dies habe er auch Bundeskanzler Merz in einem Telefonat zu verstehen gegeben. Polen sei ein unverzichtbares Bindeglied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und auch der Region zu sprechen. Laut Tusk wird seine Kritik auch von der italienischen Regierungschefin Meloni geteilt. In diesem Zusammenhang schlug er ein künftige Format „E5“ unter Einbeziehung Polens und Italiens vor.
Bundeskanzler Merz hatte nach dem Telefonat mit Tusk von Einigkeit über den Kurs an der Seite der Ukraine gesprochen. Man werde sich weiter eng koordinieren.
Merz, Frankreichs Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer hatten sich am Sonntag mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in London getroffen und anschließend eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin befürworteten sie den Vorschlag Selenskyjs für direkte Gespräche mit Kremlchef Putin.
Diese Nachricht wurde am 10.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
