Flucht und Verfolgung jüdischer Deutscher 1933-1945 – Politik


Unter dem Eindruck des sich vollziehenden Massenmords an den europäischen Jüdinnen und Juden veröffentliche Hannah Arendt einen knappen Text unter dem Titel „We Refugees“. Darin stellte die deutsch-jüdische Philosophin, die sich selbst mehrere Jahre lang vom französischen Exil aus in der internationalen Flüchtlingshilfe engagiert hatte, das Schicksal der geflohenen deutschen und österreichischen Juden als paradigmatisch für den Umgang der Nationalstaaten mit Geflüchteten und Staatenlosen heraus. Als Arendts Essay im Januar 1943 erschien, waren die etablierten Fluchtwege aus Deutschland und Europa für die meisten fluchtwilligen Juden bereits versperrt. Im Oktober 1941 hatte Himmlers SS die seit 1933 schwelende innereuropäische Flüchtlingskrise dadurch weiter eskaliert, indem ein Auswanderungsverbot für alle Juden aus dem deutschen Machtbereich verhängt wurde.



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