Finanzsenator Stefan Evers soll auch Berliner Kultursenator werden

Berlins Finanzsenator Stefan Evers (CDU) soll zugleich auch neuer Kultursenator werden. Darauf haben sich nach Tagesspiegel-Informationen die Kreisvorsitzenden der CDU am Dienstagabend verständigt. Demnach habe Evers in der Runde zugesagt, den Posten zu übernehmen. Eine finale Bestätigung der Personalie steht noch aus. Evers selbst war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Zuerst hatte die „Berliner Zeitung“ berichtet.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte zuvor am Dienstagmittag gesagt, er habe noch keine Entscheidung über die Nachfolge getroffen. „Ich führe Gespräche, führe auch gute Gespräche“, sagte Wegner nach der Senatssitzung auf die Frage eines Journalisten. „Und sobald ich eine Entscheidung getroffen habe, werde ich sie Ihnen bekanntgeben“, versprach er. Dafür sei aber noch das ein oder andere Gespräch notwendig.
Die parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson war am Freitag zurückgetreten. Sie zog damit die Konsequenzen aus einem Bericht des Landesrechnungshofs, der die Förderung von 13 Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention im Umfang von 2,6 Millionen Euro als rechtswidrig bewertet hatte. Wedl-Wilson hatte die Förderbescheide unterschrieben. Als Nachfolger wurde auch der frühere Justizsenator und Ex-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU) gehandelt.
Stefan Evers, 46, ist seit April 2023 Bürgermeister und Senator für Finanzen. Der Jurist war von 2016 bis 2023 Generalsekretär der Berliner CDU und ist aktuell stellvertretender Vorsitzender der Partei.
Er wurde 2011 erstmals ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt und gewann bei der Wahlwiederholung 2023 das Direktmandat im Wahlkreis Adlershof/Altglienicke. Zuvor war Evers Bezirksverordneter in Charlottenburg-Wilmersdorf. Geboren ist Evers im Ruhrgebiet.
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