Finanzlage der Krankenkassen wohl schlechter


Schilder weisen den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses

Den gesetzlichen Krankenkassen droht ein Defizit von 18,8 Milliarden Euro. Das sind 3,5 Milliarden mehr als bisher erwartet, so vorläufige Zahlen.

Quelle: dpa | Julian Stratenschulte


In der Debatte um die geplante Gesundheitsreform deuten vorläufige Zahlen auf eine schlechtere Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen hin als bislang erwartet. Wie „Bild“ berichtet, rechnet das Bundesgesundheitsministerium im laufenden Jahr mit 3,5 Milliarden Euro höheren Ausgaben als bisher angenommen.

Demnach stiegen die Ausgaben der Krankenkassen für Ärzte, Arzneimittel und Kliniken von Januar bis März um 7,8 Prozent. Bislang war das Ministerium von einem Plus von 6,5 Prozent für das Gesamtjahr ausgegangen. Die Zeitung beruft sich auf Koalitionskreise.

Auf dem Bikd zu sehen ist rechts Host Mirko Drotschmann mit einem Stethoskop um die Schultern. Im Hintergrund zu sehen ist eine Person aus dem Gesundheitsbereich mit Kittel und ebenfalls Stethoskop und einem Klemmbrett in der Hand.

Seit Wochen wird über die Gesundheitsreform diskutiert. Löst sie die Probleme des Gesundheitssystems? Mirko Drotschmann erklärt, worum es geht und welche Leistungen wegfallen.

14.05.2026 | 13:22 min


Reform soll Defizit der Kassen ausgleichen

Die „Finanzierungslücke“ wird im Folgejahr wirksam. Die Pläne von Ministerin Nina Warken (CDU) zielen bisher darauf ab, die Kassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro zu entlasten. Dies wäre etwas mehr als das bisher erwartete Defizit von 15,3 Milliarden Euro.

130. Deutscher Ärztetag

Beim Deutschen Ärztetag in Hannover hat Ärztepräsident Reinhardt Änderungen am Sparpaket für die Krankenkassen gefordert. Gesundheitsministerin Warken verteidigte ihre Pläne.

12.05.2026 | 2:30 min


Warkens Sparpläne könnten Finanzloch nicht füllen

Wenn sich das Minus nun aber um 3,5 Milliarden auf 18,8 Milliarden Euro vergrößert, bliebe statt des geplanten kleinen Puffers eine neue Lücke von 2,5 Milliarden Euro. 2028 soll die Finanzierungslücke 1,9 Milliarden Euro betragen, 2029 dann 4,4 Milliarden Euro und 2030 rund 5,8 Milliarden Euro. Am Freitag berät der Bundestag in erster Lesung über die Gesundheitsreform.

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.

Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt – geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.

→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen


Quelle: KNA



Source link

Ähnliche Beiträge