DR Kongo: Drei Rotkreuz-Helfer sterben nach mutmaßlicher Ebola-Infektion, Ausbruch breitet sich aus


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Drei ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes in der Demokratischen Republik Kongo sind an mutmaßlichen Ebola-Fällen in der Provinz Ituri gestorben, dem Epizentrum des Ausbruchs im Land. Die Organisation teilte dies am Samstag mit.


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In einer Erklärung schrieb das Rote Kreuz, die Freiwilligen Alikana Udumusi Augustin, Sezabo Katanabo und Ajiko Chandiru Viviane hätten sich vermutlich mit dem Ebola-Virus angesteckt, als sie bei einem Einsatz Leichname versorgten, der nicht mit Ebola in Verbindung stand.

„Zum Zeitpunkt des Einsatzes wusste die Gemeinschaft noch nichts von dem Ausbruch der Ebola-Virus-Krankheit, und der Ausbruch war noch nicht identifiziert“, heißt es in der Mitteilung.

„Diese Freiwilligen haben ihr Leben verloren, als sie ihren Gemeinden mit Mut und Menschlichkeit dienten“, heißt es weiter.

Die drei gehören zu den ersten namentlich bekannten Opfern der Epidemie. Auslöser ist das seltene Bundibugyo-Virus.

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, würdigte ihren Einsatz. Sie hätten „im Dienst den höchsten Preis gezahlt“, erklärte er.

„Frühe Fallerkennung und rechtzeitige Behandlung retten Leben und sind entscheidend, um diesen Ausbruch unter Kontrolle zu bringen“, schrieb Ghebreyesus auf X. „Sichere und würdige Bestattungen sind ebenfalls zentral, um die Ebola-Übertragung zu stoppen.“

In einem Lagebericht vom Freitag erklärte Ghebreyesus, in der DR Kongo seien bisher zweiundachtzig Ebola-Fälle bestätigt worden. Sieben Menschen seien gestorben.

Er warnte jedoch, das wahre Ausmaß der Epidemie sei vermutlich „deutlich größer“. Es gebe rund 750 Verdachtsfälle und 177 Verdachtstodesfälle.

Das Kommunikations- und Medienministerium der DR Kongo sprach am Freitag von 204 mutmaßlichen Todesfällen.

Der Ausbruch hat inzwischen auch das Nachbarland Uganda erreicht. Dort meldeten die Behörden am Samstag drei weitere bestätigte Ebola-Fälle. Nach Angaben der WHO stieg die Zahl der Infizierten in dem ostafrikanischen Staat damit auf fünf.

Die WHO stufte das Gesundheitsrisiko durch den Ebola-Ausbruch in der DR Kongo Anfang der Woche von „hoch“ auf „sehr hoch“ herauf. Das weltweite Risiko schätzt sie weiterhin als gering ein.

Ebola ist eine schwere, oft tödliche Krankheit, die erstmals im Jahr 1976 beschrieben wurde. Zu den möglichen Symptomen zählen Fieber, Schwäche, Durchfall und Erbrechen.



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