Commerzbank: Bund lehnt Übernahmeangebot von UniCredit für Commerzbank ab


Als zweitgrößter Aktionär weist der Bund das Übernahmeangebot von der italienischen Bank UniCredit zurück. Grund dafür seien wirtschaftliche und inhaltliche Punkte.

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Der Übernahmekonflikt zwischen Commerzbank und Unicredit geht weiter: Der Bund hat sich gegen eine Übernahme ausgesprochen.
© Michael Brandt/​dpa

Die Bundesregierung ​hat sich gegen die Übernahmepläne der italienischen Großbank UniCredit für die Commerzbank ausgesprochen. Der Bund, mit zwölf Prozent der ​zweitgrößte Aktionär der Bank, werde das Tauschangebot ​von UniCredit nicht annehmen, teilte die Finanzagentur des Bundes ⁠mit. Diese Entscheidung sei vom Lenkungsausschuss beschlossen worden, der für die Beteiligungen des Bankenrettungsfonds zuständig ist. Die Annahmefrist für ⁠das Übernahmeangebot ​läuft an diesem Dienstag ab. Damit stellt sich der Bund erneut gegen eine Übernahme der zweitgrößten deutschen Privatbank durch die italienische Großbank.

»Eine Annahme ​des Angebots kam bereits wirtschaftlich nicht infrage, da das Übernahmeangebot keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie enthält«, hieß es als Begründung in der Mitteilung der Finanzagentur. Der Bund stellte sich ‌aber auch inhaltlich ‌gegen UniCredit. Man unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank und lehne »das aggressive Vorgehen« der Unicredit ab.

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