Bill Gates sagt, er wurde von Epstein erpresst


Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat eine Verwicklung in die Verbrechen des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein bestritten. Bei seiner Aussage im Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses in Washington beteuerte der Tech-Unternehmer, er sei nie auf Epsteins berüchtigter Insel gewesen, auf dessen Ranch oder in dessen Haus in Florida.

Allerdings sei er von dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter erpresst worden. Laut Gates sei es dabei um außereheliche Affären gegangen: „Epstein versuchte, Informationen über meine Untreue – zusätzlich zu vielen Lügen, die er darüber legte – zu nutzen, um mich unter Druck zu setzen, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hatte den Microsoft-Mitgründer eingeladen, weil in den Epstein-Akten neben anderen Prominenten auch der Name von Gates aufgetaucht war.

Konflikt zwischen USA und Iran eskaliert erneut

Die Vereinigten Staaten und die Truppen des Regimes in Teheran haben sich in der zweiten Nacht in Folge heftig gegenseitig beschossen. Irans Militär reagierte auf neue US-Angriffe nach eigenen Angaben mit der kompletten Sperrung der Straße von Hormus sowie mit Gegenattacken auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait. Jedes Schiff, das die für den Öl- und Gashandel wichtige Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer Erklärung der iranischen Militärführung. Das US-Militär dementierte, dass die Meerenge zum Persischen Golf komplett gesperrt sei.

Iran 2026 | Starteinrichtung mit hellem Treibwerkschein eines Tomahawk-Marschflugkörpers (10.06.2026)
Start eines Tomahawk-Marschflugkörper an Bord der „USS Michael Murphy“ (am Mittwoch)Bild: U.S. Central Command/REUTERS

Zuvor hatten die USA nach Angaben des Zentralkommandos CENTCOM Überwachungsanlagen und Luftverteidigungssysteme des Irans attackiert. Dies seien Einsätze zur Selbstverteidigung und Reaktion auf iranische Bedrohungen ⁠für ⁠US-Truppen und Handelsschiffe.

Iran-Krieg lässt Inflation in den USA stark ansteigen

Der Ölpreisschock durch die Sperrung der Straße von Hormus am Persischen Golf hat die Verbraucherpreise auch in den Vereinigten Staaten in die Höhe getrieben. Die Inflation stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das war der höchste Stand in rund drei Jahren. Im April hatte die Inflation in den USA noch bei 3,8 Prozent gelegen. Hauptgrund für den Preisanstieg sind die Kosten für Treibstoffe.

Auch die sogenannte Kerninflation, bei der die schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel nicht mitgezählt werden, erreichte 2,9 Prozent. Dieser Wert liegt damit deutlich über der Empfehlung der US-Notenbank Fed von 2,0 Prozent. Die Lebenshaltungskosten stehen in den USA im Mittelpunkt der politischen Debatte vor den Zwischenwahlen im November. Umfragen zeigen eine stark gesunkene Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump.

Merz skizziert außenpolitische Agenda im Bundestag

In einer Regierungserklärung informiert Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Donnerstag über die G7- und EU-Gipfel in der kommenden Woche. Beim Treffen der sieben wichtigsten westlichen Industrieländer stehen am Montag und Dienstag unter ⁠anderem ⁠die umstrittene US-Handelspolitik sowie die Kriege mit dem Iran und in der Ukraine auf der Tagesordnung.

Deutschland Berlin 2026 | Friedrich Merz (10.06.2026)
Bundeskanzler MerzBild: Jens Krick/Flashpic/picture alliance

Beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union Ende der kommenden Woche in Brüssel wird es ebenfalls aller Voraussicht nach um die Lage in der Ukraine sowie um die im Nahen Osten gehen. Bundeskanzler Merz versucht derzeit, zusammen mit Frankreich und Großbritannien die festgefahrenen Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs wieder in Gang zu bringen.

Nahost-Schwerpunkt bei Hilfen für Menschen in Not

Die deutschen Mittel für humanitäre Hilfe sind in den vergangenen vier Jahren vorrangig im Nahen Osten eingesetzt worden. Wie aus einem vom Bundeskabinett gebilligten Bericht hervorgeht, wurden rund 3,16 Milliarden Euro in der Region ausgegeben. Danach folgte Afrika mit Mitteln in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro. Auf der Liste der Länder, in denen am meisten unterstützt wurde, stehen Syrien, die Ukraine und die palästinensischen Gebiete auf den ersten drei Plätzen. Danach folgen Afghanistan, der Libanon, Jemen, Äthiopien, der Sudan und Südsudan. Der Bericht blickt alle vier Jahre auf das deutsche Engagement in der humanitären Hilfe zurück.

Die Bundesrepublik gehört zwar zu den größten Gebern, wenn es darum geht, die Not der Menschen durch Kriege, Krisen und Katastrophen zu lindern. Die Mittel wurden in den vergangenen Jahren aber stark gekürzt.

Weniger Flucht und Vertreibung in der Welt

Erstmals seit einem Jahrzehnt ist im vergangenen Jahr die Zahl der Menschen auf der Flucht zurückgegangen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR gab es Ende 2025 weltweit 117,8 Millionen Geflüchtete und Vertriebene – vier Prozent weniger als Ende 2024.

Demokratische Republik Kongo Uvira 2026 | Männer schauen aus Fenstern von weißen Kleinbussen (23.04.2026)
Busse mit Heimkehrern in der DR Kongo (im April)Bild: Shi Yu/Xinhua/picture alliance

In seinem Weltflüchtlingsbericht erklärt das UNHCR den Rückgang der Zahl in erster Linie mit der Heimkehr von 14,7 Millionen Menschen. Vor allem seien Menschen nach Afghanistan, in die Demokratische Republik Kongo, in den Sudan und nach Syrien zurückgekehrt – allerdings oftmals nicht freiwillig. Zudem sei die Lage etwa in Afghanistan immer noch „sehr schwierig“, sagte UNHCR-Vertreterin Katharina Thote dem Zweiten Deutschen Fernsehen.

Mette-Marits Sohn muss in U-Haft bleiben

Trotz der Sorge um seine schwer kranke Mutter kommt der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit nicht aus der Untersuchungshaft frei. Ein Berufungsgericht in Oslo wies den Antrag von ab und begründete das mit der Wiederholungsgefahr: Nach Einschätzung des Gerichts besteht weiterhin „eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Høiby im Falle seiner Freilassung neue Straftaten begehen wird“. Dabei beziehen sich die Richter vor allem auf ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, gegen das der heute 29-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach verstieß.

Norwegen Oslo 2026 | Die Hand eines Gerichtszeichners beim erstellen eines Portraits von Marius Borg Høiby (03.02.2026)
Gerichtszeichnung von Marius Borg Høiby (beim Prozessauftakt im Februar)Bild: Ane Hem/NTB/AFP/Getty Images

Der Sohn der Kronprinzessin hatte die Freilassung beantragt, um bei seiner lebensbedrohlich kranken Mutter sein zu können. Am kommenden Montag soll das Urteil im Mammutprozess gegen Høiby verkündet werden. Der älteste Sohn der Kronprinzessin ist in 40 Punkten angeklagt. Unter anderem soll er vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen.

AR/as (dpa, afp, rtr, epd, kna, Bundestag, Bundesregierung)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.



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