Angriffe in Honduras: Mindestens 25 Menschen erschossen


Soldaten der Armee von Honduras patrouillieren in Trujillo.

Stand: 22.05.2026 • 10:33 Uhr

In Honduras sind mehrere Menschen bei zwei Angriffen im Norden des Landes erschossen worden, darunter auch Polizisten. Nun ist das Militär im Einsatz. Die Region hat seit Jahren mit hoher Bandenkriminalität zu kämpfen.

Bei zwei Schusswaffenangriffen an der Küste von Honduras sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Der erste Angriff ereignete sich gestern auf einer Palmölplantage in der Gemeinde Trujillo im Norden des mittelamerikanischen Landes. Dort wurden nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft mindestens 19 Arbeiter erschossen.

Polizeisprecher Edgardo Barahona erklärte, die genaue Zahl der Toten in Trujillo sei zunächst schwer zu bestimmen gewesen – unter anderem, weil Angehörige bereits einige Leichen abgeholt hätten. Ermittler seien vor Ort.

Karte von Honduras mit den Städten Trujill, Omoa und der Hauptstadt Tegucigalpa

Beim zweiten Vorfall schossen Angreifer laut Polizei auf Beamte in der Gemeinde Omoa nahe der Grenze zu Guatemala. Dabei wurden demnach sechs Menschen, darunter auch Polizisten, getötet.

Polizei und Streitkräfte wurden in beiden betroffenen Regionen eingesetzt. Zudem wurden Forensiker und Staatsanwälte zur Untersuchung entsandt, wie das Sicherheitsministerium mitteilte.

Banden kämpfen seit Jahren um Kontrolle der Plantagen

Honduras kämpft seit Jahren mit hoher Kriminalität im Zusammenhang mit Drogenhandel sowie Banden, die die Palmölplantagen kontrollieren wollen. Jedoch sank die Mordrate seit ihrem Höchststand 2011 deutlich.

Internationale Menschenrechtsorganisationen kritisieren wiederum den militarisierten Ansatz im Kampf gegen die Kriminalität und verweisen auf Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen wie Folter oder außergerichtlichen Tötungen.



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