Alfs Serien-„Mama“ Anne Schedeen ist tot



Als Kate Tanner (auf Foto oben rechts) wurde sie in der Fernsehserie „Alf“ berühmt – nun ist die US-Schauspielerin Anne Schedeen im Alter von 77 Jahren gestorben. Ihr langjähriger Agent bestätigte den Tod auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere US-Medien hatten zuvor darüber berichtet. Sie beriefen sich auch auf einen Facebook-Post von Schedeens Familie auf dem Profil der Schauspielerin.

„Sie hinterlässt ein außergewöhnliches Vermächtnis aus kreativer Energie, messerscharfem Humor, der Freude an ihrer Familie, ihrer Liebe zu kleinen Hunden, einem glühenden Hass auf Trump, der Leidenschaft für Second-Hand-Schätze und der Liebe für eine gute Geschichte“, heißt es darin.

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Eine Todesursache wurde nicht genannt. Zu den Hinterbliebenen zählt auch Schedeens Ehemann, der Produzent und Schauspieler Christopher Barrett, mit dem sie seit 1984 verheiratet war.

Alfs Serienmama als Rolle des Lebens

Einem weltweiten Publikum wurde sie bekannt als Sitcom-Mutter der Tanner-Familie, die mit dem Außerirdischen vom Planeten Melmac einen unverhofften Mitbewohner bekommt. Das von Michu Meszaros gespielte Zottelmonster hält die Tanners ordentlich auf Trab – stets mit einem frechen Spruch auf Lager und den Hauskater Lucky als potenziellen Snack im Visier.

Neben Schedeen komplettierten Max Wright als Vater Willie, Benji Gregory als Sohn Brian und Andrea Elson als Tochter Lynn das Sitcom-Ensemble. Vom Cast lebt nunmehr nur noch Elson.

Schedeen war sie bereits lange vor „Alf“ als Schauspielerin äußerst aktiv in der US-Fernsehlandschaft. In vielen Fernsehserien der 1970er und 1980er Jahre übernahm sie kleinere Rollen, darunter waren „Herzbube mit zwei Damen“, „E/R“, „Cheers“ und „Notruf California“. Eine erste Hauptrolle erhielt sie in der Serie „Karussell der Puppen“, von der nur eine Staffel produziert wurde.

Schlechte Stimmung zwischen den Darstellern

Dann kam die Besetzung als Kate Tanner, die sie über vier Staffeln von 1986 bis 1990 in der von NBC produzierten Sitcom verkörperte. Und auch wenn sie danach in weiteren Filmen und Serien mitwirkte: Die Rolle der Kate blieb ihre mit Abstand bekannteste.

Das Skript von „Alf“ habe sie zum Lachen gebracht, sagte sie einmal nach Angaben des „Hollywood Reporter“. Doch so witzig die Serie im Fernsehen war – sie zu drehen, sei ein „technischer Alptraum“ gewesen, erzählte sie dem „People Magazine“.

Das Studio-Set sei heiß und eng gewesen. Der Dreh von Szenen, in denen die Darsteller mit Alf als Puppe sprechen mussten, hätten wegen der aufwendigen Tricktechnik ewig gedauert. Zwischen einigen Darstellern sei die Stimmung schlecht gewesen, geradezu frostig gar das Verhältnis von Hauptdarsteller Max Wright zum Rest der Crew. Das Ganze sei eine „große, dysfunktionale Familie“ gewesen, so Schedeen.

Wright wurde später crackabhängig und starb an Krebs. Film-Sohn Gregory entwickelte eine bipolare Störung und starb mit nur 46 Jahren an einem Hitzschlag in seinem Auto.





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