Bericht: Warken will bei Pflegereform Beiträge für Kinderlose erhöhen


Nina Warken

Stand: 26.05.2026 • 03:53 Uhr

Wer keine Kinder hat, könnte laut einem Medienbericht bald mehr in die Pflegeversicherung einzahlen müssen als bisher. Demnach plant Ministerin Warken, bei der Pflegereform den Zuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte zu erhöhen.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will laut einem Medienbericht bei der Reform der Pflegeversicherung die Beiträge für Kinderlose erhöhen. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, soll laut Warkens Plänen der Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent steigen.

Versicherte ohne Kinder sollten demnach künftig ab einem Alter von 23 Jahren insgesamt einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versicherten mit Kindern bliebe es dagegen bei den bisherigen Sätzen von 3,6 Prozent (ein Kind), 3,35 Prozent (zwei Kinder) und 3,1 Prozent (drei Kinder). Der Arbeitgeber-Anteil beträgt dabei 1,8 Prozent. Vom Ministerium gibt es bisher keine Stellungnahme.

Zeitpunkt unklar

Wann Warken einen Gesetzentwurf zur Reform der Pflege ins Kabinett einbringt, ist derzeit unklar. Ursprünglich hatte das Gesundheitsministerium dafür einen Zeitpunkt Mitte Mai angegeben.

Im Raum stehen bei der Reform unter anderem Änderungen bei der Einstufung der sogenannten Pflegegrade und bei der Beteiligung der Pflegeversicherung an den Unterbringungskosten in Pflegeheimen. Fachverbände kritisieren die Pläne bereits seit Wochen. Befürchtet werden Kostensteigerungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige.

Ziel der Reform ist eine Entlastung der Pflegeversicherung. Warken hatte erklärt, das Defizit der Versicherung werden in den kommenden zwei Jahren insgesamt bei rund 22,5 Milliarden Euro liegen.



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