EU und Mexiko unterzeichnen Freihandelsabkommen


EU-Ratspräsident António Costa, Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen

Stand: 23.05.2026 • 01:13 Uhr

Angesichts der undurchsichtigen Zollpolitik von US-Präsident Trump rücken Mexiko und die EU näher zusammen: Beide Seiten unterzeichneten jetzt ein Freihandelsabkommen, in dem es um den Abbau von Zöllen geht, etwa bei landwirtschaftlichen Produkten.

Die EU und Mexiko haben ein seit langem auf Eis liegendes Freihandelsabkommen unterzeichnet. Damit wollen sie ihre Abhängigkeit von den USA verringern und sich auch vor der Zollpolitik von Präsident Donald Trump schützen.

„Das Ziel ist einfach: Wir wollen mehr Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Mexiko-Stadt. „Dieses Abkommen verleiht uns Flügel.“

Früheres Abkommen wird erweitert

Der Vertrag soll ein Abkommen aus dem Jahr 2000 erweitern, das sich aber ausschließlich auf Industriegüter bezog. Nun geht es auch um Dienstleistungen, den Zugang zu öffentlichen Aufträgen, digitalen Handel, Investitionen und landwirtschaftliche Produkte.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, das Abkommen eröffne beiden Regionen enorme Chancen und einen Ausbau des Handels. Sie hob dabei Pharmaindustrie, Landwirtschaft, technologische Entwicklung und Elektromobilität hervor.

Die EU und Mexiko bilden gemeinsam einen Markt mit mehr als 580 Millionen Menschen. Das neue Abkommen sieht zollfreien Zugang für fast alle Waren vor, darunter etwa mexikanisches Hühnerfleisch und Spargel sowie europäisches Milchpulver, Käse und Schweinefleisch, wenn auch mit einigen Kontingenten.



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