Türkische Opposition scheitert mit erstem Einspruch gegen Absetzung ihres Chefs

Auslöser des Bebens war ein Gerichtsurteil vom Donnerstag. Ein Berufungsgericht hatte den CHP-Parteitag von 2023, auf dem Özel zum Vorsitzenden gewählt worden war, wegen nicht näher genannter Unregelmäßigkeiten annulliert. An seiner Stelle setzte das Gericht seinen Vorgänger Kemal Kilicdaroglu wieder ein, der Erdogan bei den Wahlen im selben Jahr unterlegen war. Die CHP, die in Umfragen in etwa gleichauf mit Erdogans regierender AK-Partei liegt, sieht sich seit längerem einem harten Durchgreifen der Justiz ausgesetzt. So wurde unter anderem der Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu, ein aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat der CHP, inhaftiert. Die Regierung weist Vorwürfe zurück, sie setze die Gerichte gezielt gegen politische Rivalen ein.
