Sonne und Hitze kommen zurück: Sommerliches Pfingstwochenende
Am Wochenende klettern die Temperaturen nach oben.
Quelle: dpa
Am Mittwoch ist es bei Höchstwerten zwischen 17 und 22 Grad kaum vorstellbar, aber ab Donnerstag ändert sich das Wetter komplett. Statt Schauern und Gewittern wird es gerade rechtzeitig zum Pfingstwochenende sehr sonnig und warm, ja zum Teil sommerlich heiß.
Dass uns das jetzt so besonders vorkommt, liegt vermutlich daran, dass vor kurzem noch oberhalb von 700 Metern Schnee fiel und etliche Nächte Bodenfrost brachten. Anfang Mai war es dagegen schon mal fast so warm, wie es jetzt werden wird: 29,4 Grad gab es zum Beispiel in Cottbus, 29,3 Grad in Berlin am 3. Mai.
Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung
18.05.2026 | 1:15 min
Temperaturen von bis zu 32 Grad am Samstag
Zunächst mal zu den Definitionen. In der Meteorologie sind wir da immer gerne sehr exakt. Von einem „Sommertag“ sprechen wir, wenn die Tageshöchsttemperatur 25 Grad oder mehr erreicht. Ein „Hitzetag“ muss mindestens 30 Grad oder mehr bieten.
Damit wird auch klar: So ein Sommer- oder Hitzetag ist immer eine lokale Angelegenheit, denn jetzt im Mai erwarten uns natürlich nicht sofort in ganz Deutschland über viele Tage Temperaturen über 25 oder gar 30 Grad. Am Samstag klettern die Werte auf 26 bis 32 Grad, mit den höchsten Werten am Oberrhein.
Für solche Temperaturen muss einiges zusammenkommen: Zunächst mal muss die Sonne lange genug und hoch genug am Himmel stehen. Tut sie das nicht, hat sie weniger Kraft, weil die Sonnenstrahlen erst einen langen Weg durch die Atmosphäre zurücklegen müssen, bevor sie bei uns am Erdboden ankommen. Der Grund, warum es bei uns im Winter nicht einfach 30 Grad gibt. Und dann muss auch die Wetterlage passen.
Und wie sieht es mit Gewittern aus?
Kommt die Strömung aus Südwest, dann ist die Luft tendenziell wärmer und feuchter, dann sind auch die Nachttemperaturen höher und nach milden Nächten geht es tagsüber schneller aufwärts mit den Temperaturen. Damit es mehrere Tage am Stück warm bleibt, muss die Wetterlage möglichst stabil bleiben. Das deutet sich jetzt für Pfingsten an.
Mitte Mai sind die fünf Eisheiligen am Werk und können für Spätfrost sorgen. Doch was steckt hinter der alten Bauernregel? Und wie verlässlich sind ihre Prognosen heute noch?
14.05.2026 | 1:26 min
Kleiner Unsicherheitsfaktor ist ein sogenanntes Höhentief über Frankreich, wenn uns das näher rückt, steigt im Südwesten die Chance auf Schauer und Gewitter.
Aber wie stark diese Schauer und Gewitter werden oder ob sie überhaupt auftreten, ist noch unklar, wie ja sowieso Wettervorhersagen mit zunehmendem Prognosezeitraum immer unsicherer werden.
Heißt also: abwarten. Kälterückfälle sind auch im Juni noch möglich – wir denken an die Schafskälte -, werden mit steigendem Sonnenstand gleichwohl immer unwahrscheinlicher und sind weniger intensiv.
Katja Horneffer ist Leiterin des Wetterteams im ZDF.
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Quelle: Mit Material von dpa
Das ZDF berichtet täglich über das Wetter, unter anderem in den heute-Nachrichten vom 18.05.2026 ab 19:00 Uhr.
