ESC 2027: Das bieten Sofia, Plowdiw, Warna und Burgas
In Bulgarien wird vermutlich noch immer ihr Eurovision-Sieg vom Wochenende gefeiert – wir in der Redaktion sind große Fans der Anzeigen an den Bushaltestellen mit „Bangaranga“ (Quelle auf Englisch). Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen, um die 71. Ausgabe des Wettbewerbs auszurichten.
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Neben der Hauptstadt Sofia bewerben sich drei weitere große Städte als Nachfolgerin Wiens: Plovdiv, Burgas und Varna.
„Die Hauptstadt und die Möglichkeiten, die Sofia bietet, liegen eindeutig vorn“, sagte Kulturminister Evtim Miloshev im Gespräch mit dem bulgarischen Nationalfernsehen (Quelle auf Englisch). „Doch was am Sonntag passiert ist, als die drei großen Städte Burgas, Plovdiv und Varna ihr ernsthaftes und ambitioniertes Interesse bekundet haben, ist ein gutes Signal.“
Früher richteten meist die Hauptstädte den Wettbewerb aus. Nach jüngeren Ausgaben in Städten wie Rotterdam, Turin, Liverpool und Malmö wäre es jedoch keine Überraschung, wenn Bulgarien das Rampenlicht diesmal auf ein anderes Reiseziel lenkt.
Wir stellen die möglichen Gastgeberstädte vor – alles Orte, die sich schon vor dem Eurovision-Finale 2027 für einen Besuch lohnen.
Sofia
In der Antike trug Sofia den Namen Serdica und war eine bedeutende römische Stadt in der Region. Spuren dieser Vergangenheit finden sich überall. Viele Ruinen liegen offen zutage – einige sieht man sogar beim Durchqueren der Metro-Station Serdika.
Heute gilt Sofia als echtes Zentrum der Street Art. Mehr als hundert riesige Wandbilder und unzählige kleinere Werke schmücken fast jede Ecke. Zu den Höhepunkten gehören Bozkos moderne Interpretation der Legende vom heiligen Georg und „Inner Flame“ des Kollektivs 140 Ideas, eine Hommage an die Feuerwehrleute der Stadt.
Da die Stadt am Fuß des Vitosha-Gebirges liegt, kommen hier auch Skifahrerinnen und Skifahrer auf ihre Kosten. Im Januar und Februar kann man abends unter Flutlicht die Pisten hinunterfahren.
Plovdiv
Plovdiv gilt als älteste ununterbrochen bewohnte Stadt Europas. Siedlungsspuren reichen bis etwa 6000 v. Chr. zurück. Für Geschichtsfans ist die Stadt ein Muss.
Plovdiv liegt auf und zwischen sieben Hügeln. Auf einem davon, Nebet Tepe, spaziert man durch die Reste der Stadtmauern und der Festung. Besonders zum Sonnenuntergang füllt sich der Hügel – aus gutem Grund.
Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten zählt das römische Theater von Philippopolis. Es gehört zu den am besten erhaltenen antiken Theatern der Welt und ist nach Philipp II., dem Vater Alexanders des Großen, benannt, der die Stadt gründete. Noch heute dient es seinem ursprünglichen Zweck und bietet Platz für bis zu 6.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.
Varna
Varna ist nach Sofia und Plovdiv die drittgrößte Stadt Bulgariens. Sie liegt an der bulgarischen Riviera direkt am Schwarzen Meer.
Als bedeutender Badeort ist Varna im Sommer ein Magnet: Dann strömen Bulgarinnen und Bulgaren an die Sandstrände der Stadt.
Das ist aber nicht der einzige Grund für einen Besuch. Varna ist auch für seine archäologische Geschichte bekannt. In der Stadt liegen beeindruckende römische Ruinen, darunter die viertgrößten Thermen Europas – man erkennt langsam ein Muster.
Vielleicht am beeindruckendsten ist jedoch die Nekropole von Varna. Dort entdeckten Forschende das älteste bearbeitete Gold der Welt. Die Funde stammen aus der Zeit zwischen 4600 und 4200 v. Chr.; heute sind sie im Archäologischen Museum der Stadt zu sehen.
Burgas
Burgas liegt ebenfalls an der bulgarischen Riviera. Die Stadt ist jedoch mindestens so berühmt für ihre Seen wie für ihre Strände.
Hier liegt der größte See des Landes, der Burgas-See. Außerdem kann man den Atanasovsko-See besuchen, dessen Wasser dank der dort gedeihenden Algen rosa schimmert.
Und natürlich darf auch hier ein Stück Geschichte nicht fehlen: Die zum UNESCO-Welterbe zählende antike Stadt Nessebar, ursprünglich eine thrakische Siedlung, liegt nur rund 30 Kilometer von Burgas entfernt.
