Trump verschiebt geplante Attacke auf Iran
US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Darstellung einen angeblich für diesen Dienstag vorgesehenen Angriff auf den Iran abgesagt. Er habe das Militär der Vereinigten Staaten angewiesen, die Attacke nicht durchzuführen, erklärte Trump. Er sei von mehreren Golfstaaten darum gebeten worden, den geplanten Militärschlag auszusetzen, da es derzeit ernsthafte Verhandlungen mit dem Iran gebe. Man sei „sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen“, durch die Teheran keine Atomwaffen besitzen werde. Falls keine akzeptable Einigung zustande komme, wäre die US-Armee aber „jederzeit“ für einen großangelegten Angriff bereit, betonte Trump.
Laut Medienberichten soll der Iran eine schrittweise Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus angeboten haben. Zugleich seien aber Fragen zum Streitthema des iranischen Atomprogramms offen geblieben.
Deutschland und die Türkei setzen im Iran-Konflikt weiterhin auf eine diplomatische Kompromissfindung. Auf militärischem Wege werde es keine Lösung geben, sagte Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan in Berlin.
Bundeswehr will türkischen NATO-Luftraum schützen
Die Bundeswehr verlegt vorübergehend ein Flugabwehrsystem vom Typ Patriot in die Türkei. Es werde der Luftverteidigung der NATO an deren Südostflanke dienen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit Blick auf den Iran-Konflikt mit. Damit leiste man beim Schutz des NATO-Luftraums einen Beitrag im Sinne einer „fairen Lastenteilung“. Die deutsche Einheit mit 150 Soldaten aus Husum wird vor Ort eine US-Einheit ablösen. Der Bundeswehr-Einsatz in der Türkei soll Ende Juni starten und drei Monate dauern.
„Deutschland übernimmt mehr Verantwortung innerhalb der NATO“, erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius dazu. „Das tun wir an der Ostflanke, im Hohen Norden – und nun auch für mehrere Wochen in der Türkei an der NATO-Südostflanke.“ Dabei werde es eine enge Abstimmung mit den türkischen und amerikanischen Partnern geben.
Bereits von 2013 bis 2015 waren deutsche Einheiten im Rahmen der Operation „Active Fence“ in der Türkei stationiert. Sie schützten damals den NATO-Luftraum an der Grenze zu Syrien.
China empfängt Kremlchef Putin in Peking
Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump stattet auch der russische Staatschef Wladimir Putin der Volksrepublik China einen Besuch ab. Russland hat nach Angaben des Kremls große Erwartungen an die Gespräche in Peking. Mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping wolle sich Putin über „wichtige internationale und regionale Fragen“ austauschen, hieß es aus Moskau. Es gehe um einen Ausbau der strategischen Partnerschaft ihrer Länder. Putin wird von einer Delegation aus Ministern und Konzernmanagern begleitet.
China ist der weltweit größte Abnehmer fossiler Brennstoffe aus Russland. Insbesondere nach den westlichen Sanktionen gegen russisches Öl und Gas wurde die Volksrepublik zu einem zentralen Wirtschaftspartner für Moskau. Die Führung in Peking ruft regelmäßig zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs auf, hat Russland aber nie für die im Februar 2022 begonnene Offensive im Nachbarland verurteilt. China weist zudem Vorwürfe zurück, Russland Waffen oder Militärkomponenten für dessen Rüstungsindustrie zu liefern.
Hilfswerke sorgen sich um Menschen in Ebola-Region
Angesichts des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo warnen Hilfswerke vor einer humanitären Katastrophe dort. Das Geschehen treffe Menschen, die ohnehin am Limit lebten, erklärte die Organisation Ärzte ohne Grenzen. Besonders alarmierend sei die schnelle Zunahme der Fallzahlen und die regionale Ausbreitung bis nach Uganda. Auch die Welthungerhilfe und das Medikamenten-Hilfswerk action medeor zeigten sich besorgt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte nach dem Ebola-Ausbruch in der kongolesischen Ituri-Provinz am Sonntag einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nach Auskunft der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC wurden bisher schon mehr als 100 Todesfälle registriert.
Das Ebola-Virus kann über den Kontakt mit infizierten Tieren aufgenommen werden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt über Körperflüssigkeiten von Erkrankten – oder auch bei der Aufbahrung der Toten. Eine unbehandelte Ebola-Infektion verläuft oft tödlich.
Blutige Attacke auf Islam-Zentrum in Kalifornien
Bei einem Schusswaffenangriff auf ein islamisches Zentrum in San Diego sind drei Menschen getötet worden. Darunter befinde sich ein Wachmann der Einrichtung, teilte die Polizei in der kalifornischen Großstadt mit. Der Wachmann habe dazu beigetragen, eine größere Anzahl an Todesopfern zu verhindern, sagte Polizeichef Scott Wahl. Außerdem starben bei dem Angriff zwei andere Erwachsene, bei denen es sich um Mitarbeiter des Zentrums handeln soll.
Zwei mutmaßliche Angreifer wurden in einem Auto auf einem Parkplatz tot aufgefunden. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die beiden Verdächtigen im Alter von 17 und 19 Jahren selbst das Leben nahmen. Man betrachte die Attacke als ein Hassverbrechen, erklärte Polizeichef Wahl. Deswegen sei auch das FBI eingeschaltet worden.
KI-Boom treibt Mega-Deal im US-Strommarkt voran
Vor dem Hintergrund des rasant steigenden Strombedarfs für Künstliche Intelligenz (KI) wollen sich zwei führende US-Energiekonzerne zusammenschließen. Das Unternehmen NextEra Energy gab die geplante Übernahme des Rivalen Dominion bekannt. Laut Medienberichten hat der Deal ein Volumen von rund 67 Milliarden Dollar. Die Finanzierung soll vollständig per Aktientausch erfolgen.
NextEra würde sich dadurch den Zugang zu einem der wichtigsten Wachstumsmärkte der Branche sichern. Dominion liefert Strom an die weltweit größte Konzentration von Rechenzentren an der amerikanischen Ostküste. Zu den Kunden zählen Alphabet, Amazon, Microsoft, Meta und weitere große Technologiekonzerne.
Die Fusion soll innerhalb von zwölf bis 18 Monaten abgeschlossen werden. Sie bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden.
wa/haz (dpa, afp, rtr, kna, epd)
Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.
