USA melden Tötung von IS-Kommandeur in Nigeria


US-Präsident Donald Trump hat die Tötung eines führenden Kommandeurs der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Nigeria bekanntgegeben. Nach Angaben Trumps wurde Abu-Bilal al-Minuki, den er als weltweite Nummer zwei des IS bezeichnete, bei einem gemeinsamen Einsatz von US- und nigerianischen Streitkräften getötet.

Die Operation habe auf präzisen Geheimdienstinformationen basiert und sei auf seine Anweisung hin erfolgt, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Trump dankte der Regierung Nigerias für die Zusammenarbeit. Bereits an Weihnachten hatten die USA nach eigenen Angaben islamistische Ziele im Nordwesten Nigerias angegriffen.

Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah erneut verlängert

Die fragile Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon wird um weitere 45 Tage fortgesetzt. Das teilte das US-Außenministerium nach Gesprächen israelischer und libanesischer Vertreter in Washington mit. Unter Vermittlung der USA sollen beide Seiten weiter an einer Lösung des Konflikts arbeiten. Bereits Ende April war die Feuerpause verlängert worden. Die Waffenruhe war zuletzt mehrfach verletzt worden.

Israelischer Angriff auf Kfar Tibnit trotz Waffenruhe
Trotz Waffenruhe griff das israelische Militär noch am Freitag im Libanon anBild: Ramiz Dallah/Anadolu Agency/IMAGO

Der Libanon ist zwar keine direkte Konfliktpartei, fordert angesichts zahlreicher Opfer der israelischen Angriffe jedoch die Wahrung seiner territorialen Integrität und eine dauerhafte Waffenruhe. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 2. und 3. Juni geplant.

Trump lässt Entscheidung über Waffenverkäufe an Taiwan offen

Im Streit mit China über weitere US-Waffenlieferungen an Taiwan hat US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung getroffen. Während des Rückflugs von seinem China-Besuch erklärte Trump, er werde „in naher Zukunft“ darüber entscheiden. Zuvor müsse er jedoch noch mit „der Person“ sprechen, die derzeit Taiwan leite, sagte er, ohne einen Namen zu nennen. Präsident Taiwans ist derzeit Lai Ching-te.

Xi Jinping bei Treffen mit Donald Trump im Zhongnanhai-Garten
US-Präsident Trump bei seinem Staatsbesuch beim chinesischen Präsidenten Xi Jinping in dieser WocheBild: Evan Vucci/REUTERS

China betrachtet die geplanten Waffenverkäufe als Provokation, da Peking Taiwan als Teil seines Staatsgebiets ansieht. Die chinesische Führung strebt eine Wiedervereinigung mit Taiwan an und schließt dabei auch den Einsatz militärischer Mittel nicht aus. Die USA unterstützen Taiwan seit Jahren bei der Modernisierung seiner Streitkräfte und beim Ausbau seiner Verteidigungsfähigkeit.

Mutmaßlicher Russland-Spion nach Auslieferung in U-Haft

Ein in Spanien festgenommener mutmaßlicher Russland-Spion ist nach Deutschland ausgeliefert worden und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Der Mann war bereits am 24. März bei Alicante festgenommen worden, kam zunächst jedoch unter Auflagen wieder auf freien Fuß. Am Donnerstag wurde er schließlich nach Deutschland überstellt.

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, gemeinsam mit einer mutmaßlichen Komplizin im Auftrag eines russischen Geheimdienstes einen Mann in Deutschland ausgespäht zu haben. Das mutmaßliche Ziel der Spionage: ein Lieferant von Drohnen und Drohnenbauteilen für die Ukraine.

Verfassungsschutz beendet Beobachtung von Scientology

Das Bundesamt für Verfassungsschutz stellt die gesonderte Beobachtung der Scientology-Organisation nach fast 30 Jahren ein. Die Behörde begründet dies mit der gesunkenen Relevanz der Gruppe auf Bundesebene und einer stärkeren Fokussierung auf aktuelle Bedrohungen wie Spionage, Sabotage und Terrorismus. Künftig wird Scientology daher nicht mehr als eigener „Phänomenbereich“ im Verfassungsschutzbericht geführt.

Eine Scientology-Kirche im Berliner Stadtteil Charlottenburg
Eine Scientology-Kirche im Berliner Stadtteil Charlottenburg (Archivbild)Bild: Joko/IMAGO

Scientology begrüßte die Entscheidung. Zugleich hält die Behörde weiterhin daran fest, dass die von Scientology angestrebte Gesellschaftsordnung mit demokratischen Grundprinzipien sowie wesentlichen Grund- und Menschenrechten unvereinbar sei.

Finnland geht als Favorit in das Finale des ESC

In der österreichischen Hauptstadt Wien findet am heutigen Samstag das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) statt. Insgesamt 25 Länder treten bei dem weltweit größten Musikwettbewerb gegeneinander an. In den Wettbüros gilt Finnland als klarer Favorit. Auch Australien, Griechenland und Israel werden gute Siegchancen eingeräumt. Für Deutschland geht Sarah Engels mit ihrem Popsong „Fire“ an den Start. Die 33-Jährige wurde von den Buchmachern zuletzt jedoch eher im hinteren Feld gesehen.

Sarah Engels performt "Fire" für Deutschland
Die deutsche Sängerin Sarah Engels bei einem ersten Auftritt auf der ESC-Bühne in dieser WocheBild: Lisa Leutner/REUTERS

Der ESC feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Überschattet wird das Jubiläum allerdings von einer Debatte um die Teilnahme Israels. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island den Wettbewerb.

pgr/haz/al (dpa, afp, rtr, kna)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.



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