CSU-Chef Söder unterstützt Kandidatur Aigners zur Bundespräsidentenwahl
Im kommenden Jahr wird in Deutschland ein neues Staatsoberhaupt gewählt. CSU-Chef Söder unterstützt jetzt eine Kandidatur seiner Parteikollegin Aigner. Auch SPD-Politiker haben sich für Bayerns Landtagspräsidentin ausgesprochen.
Bayerns Ministerpräsident und CSU-Parteichef Markus Söder hat seine Unterstützung für seine Parteikollegin Ilse Aigner zugesagt, sollte diese das Amt des Bundespräsidenten anstreben. „Die Union wird nach dem Sommer einen Vorschlag machen. Wenn Ilse Aigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung“, sagte Söder in einem Interview der Zeitungen Münchner Merkur und tz.
Das nächste deutsche Staatsoberhaupt wird am 30. Januar kommenden Jahres von der Bundesversammlung gewählt. Frank-Walter Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten, nach zehn Jahren endet seine Zeit als Bundespräsident im März 2027.
Der Bayerische Landtag, deren Präsidentin Aigner seit 2018 ist, teilte dem BR mit, die Landtagspräsidentin werde sich „weiterhin nicht an Personalspekulationen über die Nachfolge des Bundespräsidenten beteiligen“, auch dann nicht, wenn ihr eigener Name fällt.
Auch Unterstützung aus Reihen der SPD
Auf eine mögliche Kandidatur Aigners angesprochen sagte der SPD-Co-Vorsitzende Lars Klingbeil in Berlin, er schätze Ilse Aigner sehr, sie sei eine „Brückenbauerin“. Er werde jedoch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) „zum richtigen Zeitpunkt“ darüber reden, ob es einen gemeinsamen Vorschlag der Union und der SPD geben werde.
Zuvor hatten einige SPD-Politiker bereits Unterstützung für eine mögliche Kandidatur Aigners als Bundespräsidentin signalisiert. „Ich kenne und schätze Ilse Aigner seit vielen Jahren“, sagte der ehemalige Arbeitsminister Hubertus Heil dem Berliner Tagesspiegel. Sie sei eine „kluge und verantwortungsbewusste Demokratin“ und wäre „mit Sicherheit“ eine geeignete Kandidatin, so Heil.
Der bayerische Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) sagte ebenfalls dem Tagesspiegel: „Ilse Aigner gelingt es, Brücken zwischen politischen Lagern und gesellschaftlichen Gruppen zu bauen und so den Zusammenhalt zu stärken.“ Rinderspacher lobte Aigners „sympathische Authentizität“, außerdem verfüge sie über Regierungserfahrung auf Landes- und Bundesebene.
Mit Informationen von Eva Eichmann, BR
