Iran-Liveblog: ++ Iran erklärt Gefechte in Hormus-Straße für beendet ++


Schiffe befinden sich auf einem Gewässer in Ufernähe.


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Stand: 08.05.2026 • 23:50 Uhr

Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt. Vor der iranischen Insel Charg erstreckt sich möglicherweise ein Ölteppich mit einem Ausmaß von etwa 45 Quadratkilometern.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

08.05.2026 • 23:50 Uhr

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Iran kann einer Seeblockade nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA noch vier Monate standhalten. Zudem hätten die von US-Präsident Donald Trump als Erfolg gefeierten Bombardements die iranische Führung nicht zum Einlenken gezwungen, berichtet die Washington Post unter Berufung auf einen Insider. Der Konflikt dürfte der Analyse zufolge trotz Trumps Bemühungen um ein rasches Ende vorerst andauern.

Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt. „Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.

Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch Auslöser für die jüngste Eskalation. Darauf hatte die iranische Marine auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.

Die USA vermitteln nach Angaben des Außenministeriums in Washington am 14. und 15. Mai zweitägige Gespräche zwischen den Regierungen Israels und des Libanon. Offen bleibt, auf welcher Ebene die beiden Nachbarstaaten über Wege zum Frieden verhandeln wollen.

Zuletzt hatte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam ein baldiges Spitzentreffen auf dem Niveau von Präsidenten oder Regierungschefs abgelehnt. Zuerst müsse die mit Israel vereinbarte Waffenruhe eingehalten werden, hatte Salam erklärt.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat die Europäische Union aufgefordert, Israel zur Einhaltung einer Waffenruhe im Libanon zu verpflichten. Außerdem solle die EU Israel davon abhalten, Häuser in besetzten Dörfern im Südlibanon zu sprengen und abzureißen, sagte Aoun einer EU-Delegation, wie sein Büro mitteilte. Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, sagte nach dem Treffen mit Aoun, Israel und die Hisbollah würden den Libanon in ihrem Kampf als Geisel nehmen.

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat eigenen Angaben zufolge Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt abgefeuert. Der Angriff habe eine Militärbasis südlich der israelischen Küstenstadt Naharija getroffen und sei eine Reaktion auf jüngste Angriffe der israelischen Armee auf die südlichen Vororte von Beirut und Dörfer im Süden des Libanon, erklärte die Miliz. Israelischen Angaben zufolge ertönten zuvor in mehreren Städten im Norden des Landes Luftschutzsirenen.

Die Armee habe eine Rakete abgefangen, die weiteren Raketen seien in unbewohnten Gebieten eingeschlagen, erklärten die israelischen Streitkräfte. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Im Libanon wurden derweil mindestens vier Menschen bei israelischen Angriffen auf die Ortschaft Tura getötet, wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte. Acht weitere Menschen seien verletzt worden.

Angesichts der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise wollen die südostasiatischen Asean-Staaten baldmöglichst ein Rahmenabkommen zur Energiesicherheit schließen. Nach einem Gipfel der Asean-Staats- und Regierungschefs in Cebu sagte der philippinische Präsident Ferdinand Marcos: „Wir setzen uns dafür ein, die Idee zu fördern und weiterzuentwickeln, eine Reserve an Treibstoffen aller Art aufzubauen.“ Alle Mitgliedstaaten seien sich über die Notwendigkeit einig, schnell zu handeln.

In ihrer Abschluss-Erklärung forderten die Asean-Staaten eine Öffnung der Straße von Hormus, die seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar blockiert ist. Etwa 80 Prozent der in Friedenszeiten durch die wichtige Meerenge transportierten Treibstoffe sind für Asien bestimmt, das nun mit einem starken Anstieg der Kraftstoff- und Lebensmittelpreise konfrontiert ist.

Satellitenbilder deuten auf einen möglichen Ölteppich von etwa 45 Quadratkilometern vor der iranischen Ölinsel Charg im Persischen Golf hin. Die grau-weiße Schliere sei auf Aufnahmen der europäischen Copernicus-Satelliten vom 6. bis 8. Mai westlich der acht Kilometer langen Insel zu sehen gewesen, erklärten Umweltforscher. Die Verschmutzung, etwa so groß wie der Ammersee, stimme vom Aussehen mit einem Ölteppich überein. Die Ursache und die genaue Herkunft seien unbekannt. Das US-Militär und die iranische UN-Vertretung in Genf äußerten sich zunächst nicht zu den Aufnahmen.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat die Europäische Union aufgefordert, Israel zur Einhaltung einer Waffenruhe im Libanon zu verpflichten. Außerdem solle die EU Israel davon abhalten, Häuser in besetzten Dörfern im Südlibanon zu sprengen und abzureißen, sagte Aoun am Freitag einer EU-Delegation, wie sein Büro mitteilte.

Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, sagte nach dem Treffen mit Aoun, Israel und die Hisbollah würden den Libanon in ihrem Kampf als Geisel nehmen. „Die Hisbollah sollte ihre Angriffe einstellen und sich entwaffnen, und Israel sollte seine Luftangriffe einschränken, die humanitäre Zentren ins Visier nehmen und ins Visier genommen haben“, sagte Lahbib.

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zwei weitere iranische Tanker gestoppt, die trotz einer US-Seeblockade die Straße von Hormus passieren wollten. Ein Kampfflugzeug der US-Marine habe auf die Schornsteine der beiden unbeladenen Schiffe gefeuert, als diese versucht hätten, in einen iranischen Hafen im Golf von Oman einzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit.

Die Schiffe hätten dadurch ihre Fahrt nicht fortsetzen können. „Die US-Streitkräfte im Nahen Osten setzen sich weiterhin für die uneingeschränkte Durchsetzung der Blockade von Schiffen ein, die in den Iran einlaufen oder diesen verlassen“, sagte Centcom-Kommandeur Brad Cooper.

08.05.2026 • 16:35 Uhr

Seit 70 Tagen ohne Internet

Die Iraner sind inzwischen den 70. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Die Sperre halte bereits seit 1.656 Stunden an, teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit.

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.

Bei einem US-Angriff nahe der Straße von Hormus ist iranischen Angaben zufolge in der Nacht zum Freitag ein iranisches Frachtschiff getroffen worden. Dabei seien zehn Seeleute verletzt worden, fünf weitere würden vermisst, meldete die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen örtlichen Beamten. Das Schiff habe sich in der Nähe der Gewässer von Minab befunden und sei infolge der Angriffe in Brand geraten.

Die zehn verletzten Seeleute seien in ein Krankenhaus eingeliefert worden, während Such- und Rettungskräfte weiterhin nach den fünf vermissten Seeleuten suchten. Ob das Frachtschiff direkt angegriffen worden war, blieb zunächst unklar. Das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (Centcom) hatte zuvor erklärt, der Iran habe in der Nacht drei US-Kriegsschiffe mit Raketen, Drohnen und Booten attackiert. Keines der Schiffe sei getroffen worden. Die US-Streitkräfte hätten daraufhin „Selbstverteidigungsschläge“ ausgeführt.

Bei israelischen Luftangriffen auf den Südlibanon sind nach libanesischen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei einem der Angriffe auf das Dorf Tura in der Nähe der Hafenstadt Tyrus seien vier Menschen getötet und acht verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.

Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete von einem weiteren Luftangriff in der Nähe des Dorfes Kfar Chuba, bei dem ein Rettungssanitäter des libanesischen Zivilschutzes ums Leben gekommen sei.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

In Deutschland hat Sicherheitskreisen zufolge eine vom Iran gesteuerte Bedrohung durch Anschläge und Spionage seit Beginn des Krieges mit den USA zugenommen. Sicherheitsexperten sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Zahl der Bedrohungen und Anschlagspläne habe sich erhöht.

Einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zufolge sollen die deutschen Behörden seit Kriegsbeginn mehr als ein Dutzend vom Iran gesteuerte Anschlagspläne vereitelt haben, berichtet das Magazin unter Berufung auf europäische Geheimdienste. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums wollte keine konkrete Zunahme der Aktivitäten bestätigen.

Die USA haben Bilanz der Blockade iranischer Häfen gezogen. Am Freitag seien mehr als 70 Tanker an der Ein- und Ausfahrt gehindert worden, teilt das US-Zentralkommando Centcom auf X mit. Die Handelsschiffe hätten die Kapazität, mehr als 166 Millionen Barrel iranischen Öls zu transportieren. Dies sei schätzungsweise mehr als 13 Milliarden Dollar wert, so Centcom.

Trotz geltender Waffenruhe hat die Hisbollah-Miliz erneut Raketen auf Nordisrael gefeuert. Israels Armee äußerte sich dazu zunächst nicht auf Anfrage. In Nordisrael gab es am frühen Nachmittag in mehreren Orten Raketenalarm. Ein Geschoss sei abgefangen worden, weitere seien auf offenes Gelände gestürzt, teilte das israelische Militär mit. Israels Armee hatte mit dem Beschuss aus dem Nachbarland gerechnet und zuvor mitgeteilt, dass sie sich darauf vorbereite.

Dem Beschuss vorausgegangen war ein israelischer Angriff in den südlichen Vororten Beiruts, bei dem der Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan getötet wurde. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete zudem vier Tote und mehrere Verletzte bei einem israelischen Angriff im Südlibanon.

Die USA rechnen nach den Worten von Außenminister Marco Rubio noch heute mit einer Antwort Irans auf den jüngsten US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges. „Wir werden sehen, was die Antwort beinhaltet“, sagt Rubio vor Journalisten in Rom. „Die Hoffnung ist, dass es etwas ist, das uns zu einem ernsthaften Verhandlungsprozess führt.“

Nach einem iranischen Angriff am Morgen haben die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten drei Verletzte gemeldet. Das Verteidigungsministerium fing dabei nach eigenen Angaben zwei ballistische Raketen und drei Drohnen ab, die aus Iran gestartet worden seien.

Iran hat einem Medienbericht zufolge eine eigene Behörde für die Kontrolle und zur Erhebung von Mautgebühren für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgebaut. Das Amt habe bereits ein neues Regelwerk eingeführt, das „Schiffe dazu verpflichtet, eine Durchfahrtgenehmigung einzuholen und Gebühren zu entrichten, bevor sie losfahren“, meldete das Magazin „Lloyd’s List“, das über Schifffahrt und Seehandel berichtet. In den Formularen müssten „detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute“ gemacht werden.

Am Dienstag hatte bereits der iranische Sender Press TV berichtet, dass ein „System zur Ausübung der Souveränität über die Straße von Hormus“ aufgebaut worden sei.

Nach gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und Iran wirft der iranische Außenminister Abbas Araghtschi den Vereinigten Staaten vor, eine Verhandlungslösung zu torpedieren. „Immer, wenn eine diplomatische Lösung auf dem Tisch liegt, entscheiden sich die USA für leichtsinnige militärische Abenteuer. Ist das eine plumpe Einschüchterungstaktik?“, schrieb Araghtschi auf X.

Iran hat nach Angaben seiner Armee einen mit US-Sanktionen belegten Tanker mit iranischem Öl an seine Küste zurückgebracht. Der Tanker „Ocean Koi“ habe versucht, die iranischen Ölexporte „zu schädigen und zu stören“, erklärte die Armee in einer im Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung. Das Schiff sei an die Südküste Irans umgeleitet worden.

Der Grund für den Schritt im Golf von Oman war unklar, nähere Angaben wurden nicht gemacht. Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte ein Video, das die „Beschlagnahmung“ des Tankers zeigen soll. Zu sehen ist, wie iranische Streitkräfte dem Schiff nachts in kleinen Booten folgen und es mithilfe einer Leiter entern, ehe es zurück in iranische Gewässer gebracht wird. Die Armee erklärte, der Tanker sei den Justizbehörden übergeben worden.

08.05.2026 • 13:17 Uhr

Iran beschlagnahmt Öltanker

Iran hat staatlichen Medien zufolge den Öltanker „Ocean Koi“ im Golf von Oman beschlagnahmt. Das unter der Flagge von Barbados fahrende Schiff habe iranisches Öl geladen und versucht, die Ölexporte des Landes zu stören, heißt es unter Berufung auf die Armee. Der Tanker werde an die iranische Südküste geleitet und den Justizbehörden übergeben. Die „Ocean Koi“ steht seit Februar unter US-Sanktionen.

US-Außenminister Marco Rubio bemüht sich in Rom weiter, Streit wegen des Iran-Krieges beizulegen. Nach einem Besuch bei Papst Leo XIV. sprach er mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Außenminister Antonio Tajani über die Lage im Nahen Osten.

Tajani sagte, die Präsenz von US-Truppen in Europa sei für die Stärkung der NATO wichtig. Italien sei bereit, seine Marine zu entsenden, um bei der Räumung von Minen in der von Iran praktisch blockierten Meerenge von Hormus zu helfen, sobald es einen dauerhaften Waffenstillstand gebe.

„Ich glaube, dass die Dinge in die richtige Richtung gehen können“, sagte Tajani. Er und Meloni haben wiederholt erklärt, ihr Land wolle sich nicht am Iran-Krieg beteiligen.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat angesichts drohender Kerosin-Engpässe den Weg für die Verwendung von Kerosin aus den USA geebnet. „Eine mögliche Einführung von Jet A in Europa oder anderen Teilen der Welt würde keine Sicherheitsbedenken aufwerfen, sofern die Einführung ordnungsgemäß abgewickelt wird“, erklärte die EASA.

Der Flugzeugtreibstoff Jet A wird in den USA produziert und ist in Europa bisher nicht zugelassen. „Jet A wird täglich für Flüge aus den USA und Kanada sowie innerhalb dieser Länder verwendet“, heißt es in einer Sicherheitsmitteilung der EASA. Darin empfiehlt die Behörde, die Kraftstoffe nicht zu mischen und das Personal entsprechend zu schulen. Die seit Wochen anhaltende Blockade der Straße von Hormus hat zu einer Verknappung des Kerosinangebots geführt.

Angesichts der gegenseitigen Angriffe der USA und Irans ist es unklar, wie es mit den Vermittlungen für ein Kriegsende weitergeht. Beobachter hätten bereits gestern eine Reaktion Irans auf das Angebot der USA erwartet, berichtete ARD-Korrespondent Simon Riesche im ARD-Morgenmagazin. Dazu sei es aber nicht gekommen. Es sei gut vorstellbar, dass dieser Deal aufgrund des unvorhersehbaren Kurses von US-Präsident Donald Trump noch platzt.

Die Ausfuhren „Made in Germany“ sind im März trotz des Iran-Kriegs im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen. Auch der Vergleich zum März 2025 fiel mit einem Zuwachs um 1,9 Prozent positiv aus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Werte sind bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte.

Die Importe legten seit Februar um 5,1 Prozent und in der Jahresfrist um 7,2 Prozent zu. Den Exporten im Wert von 135,8 Milliarden Euro standen Importe im Wert von 121,5 Milliarden Euro gegenüber. Daraus ergibt sich für den März ein Außenhandelsüberschuss 14,3 Milliarden Euro nach 19,6 Milliarden Euro im Februar.

Wichtigster Auslandsmarkt blieben die USA. Exporte im Wert von 11,2 Milliarden Euro bedeuteten einen Rückgang um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber März 2025 fehlten sogar 21,4 Prozent. Auch die China-Exporte gingen um 1,8 Prozent zurück. Die deutschen Exporteure fanden ihre Kunden eher innerhalb der EU (+3,4 Prozent seit Februar) und in Großbritannien (+3,2 Prozent). Zuletzt hatte der Iran-Krieg für Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft gesorgt und die Hoffnungen auf einen spürbaren Aufschwung zunichtegemacht.

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Iran und den USA in der Straße von Hormus stellen die Waffenruhe auf eine neue Probe. Noch immer steht eine Antwort Teherans auf den jüngsten US-Vorstoß aus, einen Rahmen für Verhandlungen zu schaffen. Warum dieser Deal platzen kann, erklärt ARD-Korrespondent Simon Riesche.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eigenen Angaben zufolge erneut von Iran angegriffen worden. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Katastrophenschutzbehörde rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, an einem sicheren Ort zu bleiben und auf offiziellen Warnungen zu achten. Anwohner sollten herabfallende Trümmer nicht anfassen oder fotografieren und sich ihnen auch nicht nähern. Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.

Iran hatte den Golfstaat erstmals seit Beginn einer Waffenruhe vor rund vier Wochen am Montag und Dienstag wieder angegriffen. Die iranischen Streitkräfte hatten ihre Angriffe als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Straße von Hormus bezeichnet. US-Präsident Donald Trump setzte die Initiative dann am Dienstag wieder aus.

Das US-Justizministerium untersucht Medienberichten zufolge eine Reihe von verdächtigen Transaktionen auf dem Ölmarkt, die kurz vor Ankündigungen von Präsident Donald Trump und anderen Regierungsvertretern getätigt wurden. Dabei gehe es um mindestens vier Geschäfte, bei denen Händler während des Iran-Kriegs mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd Euro) auf fallende Ölpreise gesetzt hätten, berichteten die US-Sender ABC News und NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Wetten seien jeweils kurz vor neuen Ankündigungen Trumps oder iranischer Regierungsvertreter platziert worden, hieß es. Auch die für Rohstoffgeschäfte zuständige Bundesbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sei in die Ermittlungen involviert.

Laut ABC News hatten Händler im März mehr als 500 Millionen Dollar auf fallende Ölpreise gewettet, kurz bevor der US-Präsident die Verschiebung von angedrohten Angriffen auf das iranische Stromnetz bekanntgab. Im April gab es drei weitere Transaktionen, die nun untersucht würden. Eine Quelle betonte gegenüber NBC News, dass sich die Ermittlungen noch in einem frühen Stadium befänden und es bislang keine Beweise für strafbares Fehlverhalten gebe.

Trotz der neuen Angriffe zwischen Iran und den USA in der Straße von Hormus ist die Waffenruhe im Iran-Krieg laut US-Präsident Donald Trump weiterhin in Kraft. Auf eine Journalistenfrage in Washington, ob die Feuerpause trotz der Angriffe noch gelte, antwortete Trump: „Ja.“ Die iranischen Angriffe auf US-Zerstörer in der Straße von Hormus bezeichnete er als „Bagatelle“.

Zuvor hatte das für die Golfregion zuständige Zentralkommando (Centcom) mitgeteilt, die US-Streitkräfte hätten Militäreinrichtungen von Iran angegriffen.

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwölf Menschen getötet worden. Elf Menschen, darunter zwei Kinder, seien bei Bombenangriffen auf drei Ortschaften in der Region Nabatijah getötet worden, teilte das Ministerium mit. Bei einem Angriff in der Region Maradschajun wurde demnach ein Mitarbeiter eines der proiranischen Hisbollah-Miliz nahestehenden Rettungsdiensts getötet.

Seit dem 17. April gilt eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon. Dessen ungeachtet setzten Israel und die Hisbollah ihre gegenseitigen Angriffe fort. Beide Seiten werfen einander Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen vor.

Iran knüpft eine freie Passage der Straße von Hormus nach Angaben seines UN-Botschafters Amir Saeid Iravani an ein Ende des Krieges und der US-Blockade. Er betonte, Iran bleibe „uneingeschränkt bereit, den normalen Schiffsverkehr wiederherzustellen und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sicherzustellen – vorausgesetzt, der Krieg wird dauerhaft beendet und die rechtswidrige Blockade aufgehoben“. Dies sei die „einzige praktikable Lösung“, sagte Iravani weiter.

In einer Erklärung vor UN-Reportern kritisierte er die Vereinigten Staaten und verbündete Golfstaaten scharf für den Vorschlag einer Resolution, den er als „zutiefst fehlerhaften, einseitigen und politisch motivierten Resolutionsentwurf zur Lage in und um die Straße von Hormus“ bezeichnete.

Die Resolution des UN-Sicherheitsrats droht Iran mit Sanktionen oder anderen Maßnahmen, falls das Land die Angriffe auf Schiffe in der strategisch wichtigen Wasserstraße nicht einstellt, „illegale Gebühren“ nicht aussetzt und die Platzierung aller Minen in der Meerenge offenlegt.

Die USA und Iran haben sich in der Straße von Hormus trotz einer Waffenruhe gegenseitig attackiert. Das US-Militär teilte mit, es habe iranische Angriffe auf drei Kriegsschiffe der US-Marine abgewehrt und im Gegenzug „iranische Militäreinrichtungen ins Visier genommen, die für Angriffe auf US-Streitkräfte verantwortlich sind“.

Zu den Angriffen kam es, als Zerstörer der US-Marine die Straße von Hormus durchquerten, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) des US-Militärs in den sozialen Medien mitteilte. Die US-Streitkräfte hätten „unprovozierte iranische Angriffe“ abgewehrt und mit Verteidigungsangriffen reagiert, hieß es. Das US-Militär erklärte, keines der Schiffe sei getroffen worden.

Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.

Das US-Außenministerium hat eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Iran hat eine Beteiligung an einem Angriff auf ein südkoreanisches Schiff in der Straße von Hormus dementiert.



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