Kreuzfahrtschiff darf die Kanaren ansteuern
Spanien hat dem von Hantavirus-Fällen betroffenen Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ das Anlaufen eines Hafens auf den Kanarischen Inseln erlaubt. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU gemäß internationalem Recht und humanitären Prinzipien getroffen worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Das Kreuzfahrtschiff ankert derzeit vor Kap Verde.
Die WHO geht inzwischen von einer Übertragung von Mensch zu Mensch aus. Bei dem Anden-Typ des Erregers, der in diesem Fall vermutet wird, seien solche Infektionen bei engem Kontakt möglich, erläuterte die WHO. Bisher sind drei Passagiere gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und eine Person aus Deutschland. An Bord des Luxusschiffes gibt es zudem sieben bestätigte Fälle oder Verdachtsfälle.
Trump setzt Einsatz in Straße von Hormus vorerst aus
US-Präsident Donald Trump hat eine Aussetzung des US-Militäreinsatzes zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus bekannt gegeben. Das „Projekt Freiheit“ werde „für eine kurze Zeit pausiert, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann oder nicht“, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Er bezog sich damit auf ein mögliches Friedensabkommen mit Iran.
Trump sprach von Fortschritten auf dem Weg zu einer umfassenden Vereinbarung mit der Führung in Teheran. Zugleich betonte er, die US-Blockade iranischer Häfen bleibe bestehen. Den Begleitschutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus hatte die US-Armee erst am Montag begonnen.
Erster Jahrestag der schwarz-roten Bundesregierung
In Deutschland ist die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz an diesem Mittwoch genau ein Jahr im Amt. Der Jahrestag fällt in ihre bisher schwierigste Phase. In allen Umfragen hat die Koalition aus den konservativen Unionsparteien und der sozialdemokratischen SPD keine Mehrheit mehr. Auch die Beliebtheitswerte von Merz waren zuletzt immer weiter gesunken.
Der CDU-Vorsitzende war am 6. Mai 2025 erst im zweiten Wahlgang zum Kanzler gewählt worden. Seine Regierung hat sich eine Reihe von Reformen vorgenommen, die in den vergangenen Wochen für viel Streit gesorgt haben. Die oppositionelle AfD, die in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, hat die Unionsparteien CDU und CSU in Umfragen bereits überholt.
Mutmaßlicher Täter von Leipzig vorerst in der Psychiatrie
Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt ist der mutmaßliche Täter in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Stadt im Bundesland Sachsen mitteilte, ordnete das Amtsgericht die Maßnahme wegen verminderter Schuldfähigkeit an.
Dem 33-jährigen Deutschen werden zweifacher Mord und versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass von ihm weitere schwere Taten ausgehen könnten. Der Mann war am Montag mit seinem Wagen durch die Fußgängerzone von Leipzig gerast. Zwei Menschen wurden getötet, sechs weitere verletzt – zwei von ihnen schwer.
Rumäniens Parlament stürzt proeuropäische Regierung
In Rumänien läuft die Suche nach einer neuen Regierung. Die bisherige unter der Führung des liberalen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan war am Dienstag vom Parlament abgesetzt worden. Einen entsprechenden Misstrauensantrag billigten 281 der 464 Abgeordneten. Den Antrag hatte die rechtsextreme Allianz für die Vereinigung der Rumänen gemeinsam mit den bis vor kurzem mitregierenden Sozialdemokraten gestellt. Sie begründeten ihren Schritt vor allem mit Kritik an Bolojans Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen.
Die Augen sind nun auf Staatspräsident Nicusor Dan gerichtet, der einen neuen Regierungschef nominieren muss. Vorgezogene Neuwahlen gelten als unwahrscheinlich. Die nächste reguläre Parlamentswahl steht in Rumänien erst im Jahr 2028 an.
Meta will Kinder von seinen Plattformen fernhalten
Der Technologiekonzern Meta weitet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aus, um das Alter von Kindern und Jugendlichen auf Onlineplattformen strenger zu kontrollieren. Entsprechende Maßnahmen würden nun auch in allen EU-Staaten eingeführt, teilte das US-Unternehmen mit. Sie zielen darauf ab, die Accounts von Kindern unter 13 Jahren von Plattformen wie Instagram oder Facebook zu entfernen. Außerdem sollen Jugendliche, die sich fälschlicherweise als Erwachsene ausgeben, in strengere Sicherheitseinstellungen gezwungen werden.
Meta wird in vielen Ländern vorgeworfen, bisher zu wenig zum Schutz von Minderjährigen zu tun. Die EU-Kommission hat dem amerikanischen Konzern bereits mit empfindlichen Strafen gedroht.
pg/wa/se (dpa, afp, rtr)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.
